Hermaringen / hz Leserbrief zu umgesägten Maibäumen in Hermaringen und Syrgenstein.

Es gehört schon eine Portion kriminelle Energie zu der Unsitte, Maibäume an- bzw. umzusägen. Vor Jahren wurde auch der Maibaum in Burghagel von Unbekannten eingesägt. Der stürzte nach einem Windstoß zur Mittagszeit mit einem gewaltigen Aufschlag auf den gegenüberliegenden Gehweg, auf dem nur wenige Minuten zuvor kleine Kinder vorbeiliefen.

Das Zersägen des hergerichteten Maibaumes in Hermaringen deutet auch auf viel negative Energie der Täter hin. Der Maibaum, der hier in Syrgenstein umgesägt wurde, ist absolut keine Heldentat, sondern ein Akt des Bösen. Die Verantwortlichen, die hinter dieser Untat stecken, sollen doch selber einen Maibaum aufstellen, vielleicht geht dann dem einen oder anderen ein Licht auf. Vereine, Feuerwehren und Dorfgemeinschaften machen sich viel Mühe in unserer Heimat um diesen uralten Brauch, der bis in die Zeit der Kelten zurückgeht und als Zeichen des Frühlingserwachens gilt, zu erhalten.

Man freut sich doch besonders, wenn die Maien mit viel Liebe im Detail von einer Stadt- oder Dorfgemeinschaft gestaltet wurden. Zerstören ist leichter als aufbauen.

Joe Schmid, Hermaringen