Bissingen / Günter Trittner Nicht nur die Sperrung der B 492 bei Sontheim bringt Umleitungsverkehr nach Bissingen, wo ohnehin bereits über zu viel Durchgangsverkehr geklagt wird. Auch Asselfingen sperrt für Monate die Durchfahrt und leitet den Verkehr über Öllingen nach Bissingen.

Die eh bereits über den Durchgangsverkehr klagenden Bissinger werden im kommenden Frühjahr noch ganz andere Erfahrungen machen. Der Ort liegt auf der Umleitungsstrecke, wenn zwischen Sontheim und Hermaringen die B 492 saniert wird. Diese Baustelle währt zwei Jahre.

Für das neu zu bauende kleine Teilstück der Bundesstaße hat man inzwischen zwar möglicherweise auch eine ortsnahe Umfahrung finden können. Sie taugt aber nur für Anlieger und Pkw-Verkehr. Auf Höhe Sontheim geht es über Feldwege durch ein Waldstück nach Sachsenhausen und von dort zurück auf die B 492 bei Hermaringen oder nach Giengen.

Schwerverkehr muss durch Bissingen

Der Schwerverkehr hat hier aber kein Durchkommen. Die Querverbindung aus dem Raum Heidenheim in Richtung Sontheim und bayerische Nachbarschaft führt für Lkw über Bissingen.

Seitens des Regierungspräsidiums ist man aber zuversichtlich, dass der Verkehr über die Landesgrenze schon vorher umgeleitet werden kann. So wird ab Lauingen eine Ausweichstrecke über Haunsheim und Bachhagel in Richtung A 7 und Giengen ausgeschildert.

Auch Asselfingen macht für Monate dicht

Pech für die Bissinger, dass auch in Asselfingen ab Frühjahr die Ortsdurchfahrt saniert wird und deswegen von März bis Oktober für den Verkehr gesperrt bleibt.

Die Umleitung geht bereits ab Langenau über Öllingen und von dort zum Bissinger Kreisel. Der Verkehr in Richtung Lonetal und Niederstotzingen muss von dort durch den Ort fahren.

Radwegbau droht weitere Verzögerung

Die zu erwartende Zunahme des Verkehrs durch die Bissinger Ortsdurchfahrt führt auch dazu, dass die sich bereits schleppend hinziehenden Bemühungen, einen Radweg ins Lonetal anzulegen, nochmals gestoppt werden.

Dieser Tage stehen Gespräche der Stadtverwaltung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart an, ob die Bauarbeiten während der Umleitungsphase überhaupt möglich sind. Sollte sich dies als schwierig erweisen, könnte sich der Bau des Radwegs um bis zu zwei Jahre verzögern.

Knapp einen Kilometer lang soll das Teilstück des Radwegs von Bissingen ins Lonetal werden. Seit 2016 ist er beschlossene Sache. Nun bremsen Büsche das Bauvorhaben.

Könnte es doch noch eine Alternative zu der weiträumigen Umleitung während der Bauzeit geben? Zumindest für Pkw wird eine Lösung diskutiert. Offen aussprechen will das bislang aber niemand.