Herbrechtingen / Günter Trittner Gleich mehrfach Schwein gehabt hat am Freitagvormittag eine Wildsau: Sie entkam der jährlich im Januar angesetzten großen Drückjagd, stürzte auf ihrer Flucht allerdings in die Brenz.
Zusammen mit einigen anderen Artgenossen durchbrach das Wildschwein den Ring der schussbereiten Jäger unterhalb des Buigen und floh nach Osten. Doch während ihre Artgenossen dank angeborener guter Schwimmkunst die Brenz problemlos passierten, trieb der weibliche Frischling im kalten Wasser ab und verfing sich im Brenzkanal an der Brücke gegenüber des früheren Sägewerks Sturm.

Ein Jogger konnte das Tier mit einer Schlinge sichern. Gegen 10.55 Uhr erreichte die Herbrechtinger Feuerwehr der Notruf, die sofort mit einem Boot zur Brenz hin ausrückte. Auch Polizei und ein Tierarzt fanden sich ein, der das Wildschwein mit einer Spritze beruhigte, so dass es an Land gezogen werden konnte.

„Das halbe Oberamt war da“, beschreibt Stadtförster Martin Müller das Aufsehen, welches das Geschehen an Ende ausgelöst hatte. Für die junge Sau war es vor allem ein gutes Ende. Denn sie wurde nicht in die Jagdstrecke eingegliedert, sondern im Wald wieder ausgesetzt.  Geschossen wurden am Freitag drei Rehe, vier Wildschweine und ein Fuchs.