Herbrechtingen / Günter Trittner Für ihre Ahnfrau Hildegard haben sich die Wasserratza Hexa dieses Jahr eine Geschichte einfallen lassen. Sie hat ein Tinder-Profil.

Seit Samstag ist die Welt auf den Kopf gestellt. Zumindest aus Sicht der Hexen und Narren. Sichtbares Zeichen ist der Narrenbaum – ein umgekehrter Hexenbesen.

Zwölf Meter ist der Narrenbaum hoch

Zum zehnten Mal haben die Wasserratza Hexa dieses zwölf Meter hohe Zeichen auf dem Rathausplatz gesetzt. Eine kleine Tradition, die inzwischen ihr Publikum gefunden hat. Nur Hildegard wendet sich dieses Jahr vom Rathaus ab.

Bei der Bürgermeisterwahl war die mit 110 Jahren nicht mehr ganz junge Hexe schon an der Altersgrenze gescheitert. Seitdem schielt sie mehr auf ihren neuen Laptop als auf den Chefsessel im Rathaus. Sie hat sich sogar ein Tinder-Profil angelegt.

Viel Aufwand für die Narretei

Die Herbrechtinger Wasserratza Hexen betreiben viel Aufwand, damit die Stunde vor dem Rathaus vergnüglich wird. Dazu gehört nicht nur das Fällen und Entrinden der Fichte und das Zusammensammeln von Buchen- und Haselnuss-Reisig für den Wipfel. Für die fünfte Jahreszeit wird ein Hexentanz neu einstudiert und für die Zeit des Aufstellens des Narrenbaums gilt es auch, Essen und Trinken vorzubereiten. Zur Tradition gehört ebenso die Begrüßung der befreundeten Hexenstämme mit den Narrenrufen.

Eigenes Lied für die Hildegard

Dieses Jahr haben die Wasserratza Hexa zudem ihre Hildegard nicht nur mit einem eigenen Lied bedacht, sie haben sie auch in eine Geschichte eingebunden, die erst am Gombigen Donnerstag beim Sturm aufs Rathaus aufgelöst wird. Denn Hildegard hat auf dem Partnerschaftsportal bereits Bekanntschaften gemacht. Welche? Da heißt es nun fast 40 Tage warten.