Herbrechtingen / Günter Trittner Seit dieser Woche läuft der Verkehr in Herbrechtingen anders. Nicht jeder Anlieger hat sich mit den gesperrten Wegen schnell zurechtgefunden. Die Polizei hat ein Auge auf nicht legale Abkürzungen.

Seit Wochenbeginn bestimmen in Herbrechtingen drei Baustellen mit das Verkehrsgeschehen.

Die Sperrung der Langen Straße ab dem Kirchhöfle in Richtung Eselsburg zwingt zu großräumigen Umfahrungen, die Sperrung der Anhauser Straße im Eselsburger Tal unterbindet komplett die kürzeste Verbindung zwischen Teilort und Hauptgemeinde. Die dritte Baustelle an der Riedstraße führt in Anhausen nur zu einer halbseitigen Sperrung. Es werden zwischen Kloster und Riedmühle erstmals Straßenlampen montiert, die gleich über neue LED-Technik verfügen. Bislang gab es hier nur eine Straßenlampe auf privatem Grund.

Schmale Straße wird breiter

Die Arbeiten an beiden Baustellen in Anhausen sollen bis 6. September und damit noch in der Zeit der Sommerferien abgeschlossen sein. Das Resultat der Bautätigkeit an der Anhauser Straße sollte alle Verkehrsteilnehmer zufrieden stellen. Sie wird im Talgrund auf einer Länge von 350 Meter um einen Meter auf dann im Mittel auf 6,50 Meter verbreitet. Damit sollte nicht mehr jedes entgegenkommende Fahrzeug die bange Frage auslösen: Reicht’s noch? Die Bankette der schmalen Verbindungsstraße sind schon seit Langem brüchig und wurden immer nur notdürftig geflickt. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist die Anhauser Straße dann in ganzer Länge saniert. Die ersten beiden Bauabschnitte liegen fünf und sechs Jahre zurück.

Die Arbeiten werden von der Stadt aus den Mitteln für den jährlichen Straßenunterhalt finanziert. In diesen Topf wird auch gegriffen, um den Belag der Langen Straße zwischen Kirchhöfle und der Abzweigung zur Autobahn zu erneuern. Nach Fertigstellung der Grundwegtrasse war dieses Teilstück der früheren Bundesstraße zu einer Gemeindestraße zurückgestuft worden. Seither ist damit Herbrechtingen für den Unterhalt zuständig.

Zufahrt zum Wohngebiet

Die Möglichkeit zur Fahrbahnerneuerung hat sich ergeben, weil am Fuß der Ulmer Steige eine Aus- und Einfahrt zum neuen Baugebiet Lehmgrube geschaffen werden muss. In diesem Zug wird der marode Verkehrsteiler bei der Einfahrt ins Kirchhöfle erneuert. Zudem gibt es eine neue Querungshilfe zwischen den Wohnquartieren und die Bushaltestelle erhält das Kasseler Sonderbord. Das heißt, der Randstein wird höher, damit Ein- und Aussteigen in den Bus leichter fällt. Diese Bauarbeiten, die einen Umweg über den Industriepark A 7 erforderlich machen, werden sich noch bis Ende Oktober hinziehen. Für diese gibt es zusätzlich Mittel aus dem Budget für Bushaltestellen und aus dem Etat für das neue Baugebiet.

Bislang, so Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau, seien kaum Beschwerden über die Umleitungen eingegangen. Die Strecken seien eigens von der Polizei abgefahren worden. Diese habe bestätigt, dass die Umfahrung korrekt ausgeschildert sei. Die Polizei ist auch dabei, an vermeintlichen Abkürzungsstrecken Posten zu beziehen.