Fast auf den Tag genau ist es ein Jahr her, dass Unbekannte die Toilettenanlage auf dem Festplatz schwer demoliert haben. Seit Ende vergangener Woche ist diese wieder zugänglich. Doch nicht das Beheben der Schäden hat sich so lange hingezogen. Monatelange Wartezeiten verursachte die Tür zu den Sanitäranlagen. Diese sollte mit einem programmierbaren elektronischen Schloss versehen sein. Dieser Tage nun wurde sie geliefert. Von 7 bis 20 Uhr gibt seither das Schloss den Zugang zur Toilettenanlage frei.

Wände zogen Wasser

Für Schäden am Pavillon hatten aber nicht nur mutwillige Zerstörungen gesorgt. Wie sich beim Abnehmen der Fliesen im WC-Bereich feststellen ließ, hatten auch Konstruktionsfehler dazu geführt, dass die in Holzständerbauweise aufgerichteten Wände Wasser gezogen hatten. Diese mussten somit auch wieder instandgesetzt werden werden.

Im Zuge der Bauarbeiten hat die Stadtverwaltung im Pavillion zusätzlich einen kostenlosen W-Lan Zugang eingerichtet. Über den dürften sich vor allem die Camper am benachbarten und gut angenommenen Wohnmobilstellplatz freuen.

Luxus-Toilette

Noch liegen nicht alle Rechnungen auf dem Tisch von Dieter Frank, dem Fachbereichsleiter Bau im Rathaus. Doch Frank geht davon aus, dass diese komplette Sanierung des Pavillons am Ende rund 50.000 Euro kosten wird. Damit wäre exakt nochmals der Betrag aufgewendet, zu dem im Jahr 1999 diese Anlage errichtet worden war. Für den sechseckigen Bau aus Eichenholz, der neben der Toilette noch einen überdachten Platz zum Rasten einschließt, waren damals 100.000 Mark ausgegeben worden. Von einer Luxus-Toilette war die Rede gewesen. Günter Trittner