Susi war selbstverständlich wieder mit dabei. Wie von Organisatorin Beate Häring erhofft, verfolgte die 60 Jahre alte Schildkröte auch den zweiten Tiergottesdienst von der ersten Reihe aus. Und dieser war noch besser besucht als im vergangenen Jahr.

Besser besucht als die Premiere

Gut 40 Tierfreunde waren am Sonntag gegen 14 Uhr in den Stadtgarten gekommen und ebenso viele Hunde verschiedenster Rassen lagerten zu deren Füßen. Beate Häring hatte Sitzgelegenheiten für die Besucher und einen Tisch für die katholische Gemeindereferentin Beate Limberger besorgt, zudem wurde Gebetstexte verteilt.

Fürbitten von den Besuchern

30 Minuten währte die Liturgie, in deren Rahmen Besucher eigene Fürbitten sprachen und an deren Ende Limberger jedes Tier segnete. Ohne Berührung. Man lebt in Zeiten mit Corona.

Seelische Verbindung

Beate Häring nahm die gute Resonanz als Basis für ihre Zusage, nun jedes Jahr solch einen Gottesdienst ausrichten zu wollen. Limberger räumte ein, selbst etwas aufgeregt zu sein. Es war ihr erster Tiergottesdienst. „Aber es freut mich sehr.“

„Tiere sind für uns wichtig“, wusste Limberger, es gebe eine seelische Verbindung zwischen Mensch und Tier, ein Mitempfinden. „Sie wissen um diese Verbindung“, sprach Limberger die Gottesdienstbesucher an, „deswegen sind Sie hier.“

Massentierhaltung und Versuchslabore

Limberger kam aber auch auf eine andere Seite des Tierhaltens zu sprechen, wenn Menschen ihre Nutztiere ohne dieses Mitempfinden ausbeuteten. Massentierhaltung war ein Stichwort, Versuchslabore ein anderes. Tiere würden von Menschen auch schlimm behandelt. „Wir wünschen uns einen gerechteren und würdigen Umgang mit den Tieren“, so Limberger.

Tiere als religiöse Symbole


Im Christentum haben einige Tiere einen hohen Symbolwert Der Fisch ist bereits im frühen Christentum ein weit verbreitetes Erkennungszeichen unter den Gläubigen. Die Buchstaben des griechischen Wortes Ichthys für Fisch stehen im Neugriechischen für die Worte Jesus Christus, Gottes Sohn und Retter/Erlöser

Auch der Taube ist im Christentum ein Zeichen. Sie steht für den Heiligen Geist und damit für die Anwesenheit Gottes. Sie ist zudem ein Zeichen für Frieden und Freiheit. gt