Bolheim / Günter Trittner Das Landratsamt sieht vor dem Awo-Altenheim an der Heidenheimer Straße eine kurze Tempo-30-Zone vor. Die angebrachten Schilder fehlen seit einigen Tagen. Ein Schildbürgerstreich?

Der Gesetzgeber hat im Mai vergangenen Jahres die Möglichkeit geschaffen, Tempo 30 auch an Durchgangsstraßen vor Kitas, Schulen und Altenheimen anzuordnen. Der Fachbereich Straßenverkehr im Landratsamt will diese Möglichkeit auch nutzen. Derzeit läuft eine Anfrage bei den Gemeinden, wo noch Bedarf für solch einen maximal 300 Meter langen 30er-Bereich besteht.

Im Bolheim war dieser Bedarf vor dem Alteneinrichtung der Arbeiterwohlfahrt gefunden worden. Am 5. Juli wurden von der Straßenmeisterei im Auftrag des Landkreises die entsprechenden Verkehrsschilder aufgestellt. Seit wenigen Tagen fehlen diese ortsauswärts auf der Seite des Heims. Wer da wohl was im Schilde führt? Im Landratsamt prüfe man die Situation, so Pressesprecherin Pia Helme. Man denke an Vandalismus.

Druckknopf-Ampel gefordert

Dabei ist den Bolheimern eigentlich selbst daran gelegen, die Heidenheimer Straße zu entschärfen. Unabhängig von der Tempo-30-Aktion des Fachbereichs Straßenverkehr hatte im Juni dieses Jahres der Gemeinderat noch für eine Druckknopf-Ampel im Bereich Heidenheimer Straße, Wedelstraße und Zoeppritzstraße plädiert, damit Fußgänger diese kritische Kreuzung leichter passieren können. Man wollte auch deswegen verstärkt Druck auf das Landratsamt als zuständige Behörde machen, da kurz zuvor ein kleines Kind in diesem Bereich angefahren worden war.

Tempo 30 entlang des Altenheims hätte für eine gewisse Verkehrsberuhigung gesorgt. Neben dem Aspekt der Sicherheit sollen solche Tempo-30-Bereiche auch den Lärm vor diesen Einrichtungen mindern.

Die anderen Altenpflegeeinrichtungen in Herbrechtingen, Karl-Kaipf-Heim und Haus Benedikt, liegen bereits in größeren Tempo-30–Zonen.