Die Stadt möchte auch weiterhin neue Flächen für Wohnen und Gewerbe zur Verfügung stellen. Dazu muss der Flächennutzungsplan, der seit dem Jahr 2006 gilt, fortgeschrieben werden. Dies wird einige Jahre in Anspruch nehmen.

Ein thematischer Schwerpunkt wird dieser zentrale Plan für die gesamte Stadtentwicklung aber bereits bei der Klausurtagung des Gemeinderats im Spätherbst sein. Denn der aktuelle Plan sieht nach den Flächen Lehmgrube und Viehweide Nord in Bolheim keine weiteren Baugebiete mehr vor. Bürgermeister Daniel Vogt denkt aber nicht nur an die Ausweisung neuer Flächen. Genauso wichtig ist ihm die Binnenentwicklung der Stadt. Er würde auch gerne die innerstädtischen Leerstandsflächen besser nutzen.

Deswegen bietet Vogt den Besitzern nicht genutzter Areale im ganzen Stadtgebiet die Hilfe der Verwaltung an. Vogt weiß, dass nicht jeder Eigentümer sich mit Grundstücksgeschäften auseinandersetzen mag oder die Eigentumsverhältnisse so komplex sind, dass sich Eigentümer überfordert fühlen. „Genau hier möchte die Stadt eine Hilfestellung bieten.“

Die Stadt wird auch ihrerseits auf ihr bekannte Grundstückseigentümer zugehen und Hilfe bei der Vermarktung von Leerständen anbieten. „Ich bin überzeugt davon, dass wir eine gute Weiterentwicklung für Herbrechtingen erreichen können, wenn sowohl Baulücken und Leerstände geschlossen wie neue Flächen ausgewiesen werden können“, so Vogt.