Herbrechtingen / Günter Trittner Das Gelände ist ein Treffpunkt für viele Kinder und Jugendliche. Die Stadt sieht sich beim Mähen des Parcours aber nicht in der Pflicht. Denn dieser sei von privater Hand angelegt worden. Etwas Entgegenkommen zeigt die Verwaltung aber schon.

Die Skaterbahn im Vohenstein mündet immer wieder in die kommunalpolitische Debatte. Diesmal war es Stadträtin Petra Reiss, die im Gemeinderat die Freizeitanlage ansprach: in einem durchaus positiven Sinn. Aus eigener Anschauung wisse sie, dass das Areal sehr gut genutzt werde, sich viele Kinder dort einfänden und die Stimmung gut sei.

Im Mai 2002 eingeweiht

Das war nicht immer so, seit die Anlage im Mai 2002 eingeweiht worden war. Das als Treffpunkt für Jugendliche gedachte Areal mit Hütte und Grillplatz wurde in Folge auch zum Treffpunkt für Zerstörungswütige und verödete zusehends.

Private Initiative meldet sich

Seit 2011 hat das Jugendhaus die Draufsicht auf die Anlage, nachdem der Stadtjugendring sich als Betreiber zurückgezogen hatte. 2018 meldete sich zudem eine private Initiative, die sich um das Gelände kümmern wollte.

Reiss wusste dem Gemeinderat aber nicht nur Gutes vom Skater-Park zu berichten. Der Geländeparcours für Räder sei völlig zugewachsen und es fehle an Sitzmöglichkeiten. Gerade in der anstehenden Ferienzeit würden sicher noch mehr Kinder kommen, meinte Reiss. Ihre Bitte an die Stadtverwaltung deswegen: „Mal drüber schauen.“ Auch fehle es an Licht, da eine Straßenlaterne nicht anspringe.

Stadt sieht die Sache anders

Die Sicht der Verwaltung war eine andere. Wie Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau darlegte, sei der Parcours aus einer privaten Initiative entstanden. „Diese hat auch die Pflege zugesagt.“ Die Stadt habe sich damals schon gewehrt, die Instandhaltung zu übernehmen. „Das ist sehr teuer, da alles händisch gemäht werden muss.“ Franks Sorge: Wenn man jetzt diese Aufgabe an den Bauhof weiterreiche, dann müsse die Stadt in Folge alles übernehmen, was von Privat begonnen werde.

Straßenlaterne brennt abends nicht

Auch die Abschaltung des Lichts gehe auch einen Antrag der Nutzer zurück. Man wollte nicht, dass der Park zu einem nächtlichen Treff werde. Zusichern konnte Frank, dass der Bauhof eine Bank aufstellt.