Bolheim / Günter Trittner Uwe Kessler und Christine Nusser schöpfen wieder Hoffung, dass sie Nachfolger finden. Entscheiden müssen die Mitglieder.

Uwe Kessler ist ein großer Stein vom Herzen gefallen und Christine Nusser nicht weniger. Nach Monaten vergeblichen Suchens der beiden Vorstandsmitglieder des SV Bolheim hat sich nun eine Frau gemeldet, die es sich zutrauen würde, an der Spitze des Sportvereins zu stehen.

Bewerberin will noch anonym bleiben

Ihren Namen will die gebürtige Bolheimerin noch nicht genannt haben, die nach Jahren des Studiums und des Berufslebens als Ruheständlerin in ihre Heimat zurückgekehrt ist. Der Sport liege ihr am Herzen, lässt die 67-Jährige wissen, die derzeit die Hauptversammlungen der Abteilungen besucht, um sich dort intern vorzustellen.

Sie will den Verein nicht hängen lassen

Die Bewerberin ist diplomierte Betriebswirtin und war für ihren Arbeitgeber europaweit im Einsatz. Als Bolheimerin war ihr nach einigem Nachdenken klar, dass man den Verein nicht so hängen lassen kann. Ob sie aber in den Vorstand gewählt wird, „das entscheiden allein die Mitglieder“, weiß die Bewerberin. Kessler und Nusser sind jedenfalls der Auffassung, eine „sehr engagierte“ Bewerberin gefunden zu haben.

Noch ein zweiter Bewerber wäre gut

Aber Kessler und Nusser wissen auch: Eine Person reicht nicht. Es müssen zwei Vorstandsämter besetzt werden. Aber auch mit nur einem Vorsitzenden wären rechtlich die Bedingungen der Satzung und des Vereinsrechts erfüllt, um den Verein weiterzuführen.

Hauptversammlung ist verschoben

Nachdem die Hauptversammlung zum Schutz vor dem Coronavirus auf einen unbestimmten Termin vertagt worden ist, gibt es wieder einen zeitlichen Spielraum, um noch einen weiteren Bewerber zu finden.

Die Vorsitzenden Uwe Keßler und Christine Nusser finden trotz großer Mühe keine Nachfolge für die Vereinsspitze. Ändert sich das nicht, hat das weitreichende Folgen.