Herbrechtingen / Günter Trittner Seit 2013 sammelt eine Gruppe Ehrenamtlicher um Margarete Priebe Müll in der Innenstadt und im Stadtpark auf. Offen ist, ob man auch beim McDonalds an der A 7 sammeln soll.

Sie nennen sich zwar „Müllionäre“, aber reich werden sie durch ihr Tun nicht. Allenfalls reich an Erfahrung und Wissen: Wo nämlich die Stellen in der Innenstadt und im Stadtgarten sind, an denen die Her­brechtinger ihren Müll gern an Ort und Stelle fallen lassen.

Einmal die Woche im Einsatz

Seit 2013 gibt es in der Stadt eine Gruppe engagierter Bürger, die einmal in der Woche helfen, die öffentlichen Flächen sauber zu halten. Dieser Jahr ziehen die Müllsammler zum achten Mal mit Greifzangen, Warnwesten, Säcken und Müllwagen aus. Margarete Priebe ist als Initiatorin weiterhin Kopf der dieses Jahr achtköpfigen Gruppe. Drei Helfer haben sich neu angeschlossen.

Wegen Corona später auf Tour

Coronabedingt haben die fünf Frauen und drei Männer einige Wochen zugewartet und den Start ihrer Saison von April auf Ende Juni verlegt. Sechs Müllsäcke waren am Ende ihrer ersten Tour gefüllt. Mit zurück in ihr Depot in der Tiefgarage des Buigen-Centers brachten sie auch einen gefundenen Rewe-Einkaufswagen.

Auch wenn das Gros der Helfer etwas höher im Lebensalter steht, so sind diese doch „noch nicht zu alt für einen Spaziergang“. Mit einem solchen vergleicht Priebe die zweistündige Tour „an der frischen Luft“ zwischen 15 und 17 Uhr. Und noch jeder „Spaziergang“ hat sie gelehrt, dass es sie als Müllsammler braucht. Dosen, Flaschen, Windeln, mit Müll gefüllte Plastiktüten, Verpackungen mit und ohne Inhalt gehören zu den gewöhnlichen „Fundsachen“. Die Motivation der „Müllionäre“ ist ungebrochen. „Man kann es einfach nicht sehen und liegen lassen“, sagt Margarete Priebe.

Ein neues Arbeitsfeld

Ein neues Arbeitsfeld steht noch vage in Aussicht. Im Umfeld des McDonalds-Restaurants oben im Industriepark an der A 7 findet sich nicht wenig Verpackungsmüll. Zuerst aber möchte man mit dem Pächter dort sprechen.

Olaf Holzer sammelt wilden Müll ein. Was er auf seinen Touren bereits alles erlebt hat und was ihn antreibt:

Im Landesvergleich sind die Heidenheimer Musterkinder, wenn es um Abfall geht. Gerade mal 92,7 Kilogramm Restmüll lagen pro Kopf in den grauen Tonnen. Wie das bei Biomüll, Gelbem Sack und Altpapier ist und warum die Gesamtmüllmenge dennoch gestiegen ist: