Bissingen / Daniel Buck So ein Nachwuchs kommt nur äußerst selten vor. Auf den Lenzenhöfen bei Bissingen brachte eine Kuh Drillinge auf die Welt: Die Kälber Ursel, Nikolaus und Jakob erblickten kurz vor Weihnachten das Licht der Welt und sind alle wohlauf.

Die besten Weihnachtsgeschenke sind wohl die, mit denen man nicht rechnet. Und für die Landwirte Albrecht und Tobias Eberhardt hatte das Christkind dieses Jahr eine ganz besondere Überraschung bereit – und das sogar bereits vor Heiligabend: Eine ihrer Kühe brachte am 19. Dezember Drillinge auf die Welt.

Vorher bereits geahnt hatten sie die Landwirte von diesem dreifachen Mutterglück zunächst nichts. „Die Geburt war 14 Tage vor der Zeit, aber ansonsten gab es keine Auffälligkeiten“, meint Albrecht Eberhardt. Weil das erste Kalb, das auf die Welt kam, relativ klein war, gingen die beiden Landwirte zuerst von Zwillingen aus. Als Sohn Tobias dann zufällig nochmal nachschaute, entdeckte er das dritte Kalb.

Eine absolute Seltenheit

Drillingsgeburten bei Kühen sind eine absolute Seltenheit. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wird im niedrigen einstelligen Promillebereich angesiedelt. Vor allem die Tatsache, dass alle Kälber die dreißigminütige Geburt unbeschadet überstanden haben, überraschte die Landwirte.

Albrecht Eberhardt ist schon seit über 40 Jahren in der Landwirtschaft tätig und hatte zuvor erst ein einziges Mal eine Drillingsgeburt miterlebt. Diese hätten damals aber nur zwei der drei Kälber überlebt.

Nicht so bei dieser Drillingsgeburt auf den Lenzenhöfen. Die drei Kälber Ursel, Nikolaus und Jakob standen schon nach anderthalb Stunden auf den eigenen Beinen. Dies sei mindestens genauso selten wie Drillingsgeburten an sich. „Denn oftmals haben Kälber bei Mehrlingsgeburten beispielsweise krumme Füße“, weiß Albrecht Eberhardt.

Wie es für die Kälber weitergeht

Doch auf das besondere Glück folgt auch etwas mehr Arbeit. Wie Tobias Eberhardt anmerkte, sind die Kälber bei Drillingsgeburten besonders betreuungsintensiv. Alle drei Kälber bleiben zunächst weiterhin auf dem Hof.

Während für Ursel ein Leben als Milchkuh ansteht, bleiben ihre beiden Geschwister nur für rund 20 Monate auf den Lenzenhöfen. Die Namen für die jungen Kälber suchte sich übrigens der Jüngste auf dem Hof aus: Enkel Jakob taufte die drei Kälber auf den Namen Ursel, Nikolaus und Jakob.