Bolheim / Melanie Schiele Die Brenzbrücke zwischen Bolheim und Mergelstetten war wegen unvorhergesehenen zusätzlichen Bauarbeiten länger gesperrt als geplant. Dies wirkt sich erheblich auf die Kosten aus.

Seit Freitag ist die Brenzbrücke in Bolheim wieder für den Verkehr freigegeben. Damit gibt es wieder eine direkte Verbindung  von und nach Mergelstetten, die mit täglich über 9000 Fahrzeugen die am meisten befahrene Straße Herbrechtingens ist. Von Anfang April an wurde die Brücke umfassend instand gesetzt. Kurz vor dem ursprünglichen Fertigstellungstermin Mitte Juni teilte das Regierungspräsidium Stuttgart mit, dass sich dieser um über einen Monat nach hinten verschiebt. Der Grund: Der Zustand des Brückenüberbaus, der trotz umfassender Voruntersuchungen vorab nicht ersichtlich war, machte Mehrleistungen erforderlich.

Rund 500 000 Euro

Das Regierungspräsidium korrigierte nun seine jüngste Auskunft über die Summe, die das Land als Baulastträger in die Sanierung der Brenzbrücke investiert. Die 260 000 Euro waren ursprünglich für die Maßnahme vorgesehen. Die Mehrarbeiten und die damit verbundene verlängerte Bauzeit führten jedoch zu einer Kostensteigerung, so das RP. Vorbehaltlich der finalen Schlussabrechnungen belaufen sich die Kosten nach aktuellem Kenntnisstand der Behörde auf rund 500 000 Euro und haben sich somit fast verdoppelt.

Die Stadt Herbrechtingen nutzte die Vollsperrung der Brenzbrücke und das einhergehende geringere Verkehrsaufkommen, um in der Heidenheimer Straße in Bolheim auf Höhe des Awo-Heims einen Fußgängerüberweg sowie zwei Bushaltestellen zu errichten. Die Baumaßnahme war bereits Mitte Juni abgeschlossen.

Lob für neuen Fußgängerüberweg

Herausgekommen sei ein „Schmuckstück“, wie es Stadtrat Robert Smejkal in der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Donnerstag formulierte. Er lobte die Stadtverwaltung für die gute Umsetzung und richtete den Dank von Bolheimer Anwohnern aus. Vor zwei Jahren wurde an eben dieser Stelle ein Kind angefahren, heute können Fußgänger mithilfe des Zebrastreifens sicherer auf die andere Straßenseite gelangen. Melanie Schiele