Herbrechtingen / HZ Zu einem Leserbrief zur Parksituation in Herbrechtingen.

Die Stadt Herbrechtingen fordert pro neuer Wohneinheit zwei Stellplätze. Die Kreisbau möchte am Amselweg diese Forderung nicht ganz erfüllen.

Hans-Dieter Preissing hat in seinem Leserbrief in der HZ am 23. Juni ausgeführt, dass er wolle, dass die Stadt weiterhin zwei Stellplätze pro Wohneinheit verlange, denn der Mensch sei ja auf das Automobil angewiesen. Der Öffentliche Verkehr verschlechtere sich immer mehr. Letzteres ruft bei mir doch Stirnrunzeln hervor, denn tatsächlich blieb der Busverkehr über Jahrzehnte absolut gleich. Abgesehen von einer Handvoll Minutenabweichungen. Auf der Brenzbahn wurde der Verkehr ausgeweitet, so dass der Stundentakt nun bis Mitternacht geht. Wo der Leserbriefschreiber Gegenteiliges her hat, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich hat er noch die Nachrichten vor über einem Jahr im Kopf, dass es Zugausfälle und viele Verspätungen gab. Das ist seit einem Jahr Geschichte. Auch das konnte man immer wieder in der HZ lesen. Wird hier die schlechte Nachricht aus dem Gedächtnis genommen, um nicht begründen zu müssen, warum man nicht mit dem ÖPNV fahren kann?

Weitsicht beweist aber die Stadtverwaltung mit der Erweiterung des Busverkehrs: Das hat der Gemeinderat auch so beschlossen. Tatsache ist, die meisten Autos stehen mehr als 23 Stunden am Tag. „Stehzeug“ wäre der richtige Begriff und nicht Fahrzeug. Weitsicht bedeutet, mehr auf Carsharing und ÖPNV zu setzen. Dazu gibt’s noch das Rad oder die eigenen Füße. Wachstum um jeden Preis geht nicht mehr. Reinhard Walloschke, Herbrechtingen