Mein Fitness-Studio im Irpfelhaus musste am 2. November 2020 leider trotz eines guten Hygiene-Konzeptes wieder schließen. Es hat die Bürde auf sich genommen, seit diesem Tag keinen Mitgliedsbeitrag einzuziehen. Es hat die Zeit genützt, um zu renovieren, zu investieren, erneut Hygiene-Maßnahmen umzusetzen. Durchhalten bis eine Wiedereröffnung möglich ist, lautete die Devise. Hilfen wurden beantragt und sind bis heute – auf Nachfrage bei der Geschäftsführung des Studios - nicht eingetroffen.

Keine Unterstützung vom Staat

Es gab bis jetzt keine finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates. Wieso wird hier so schleppend ausgezahlt? Werden Dienstleister in der Gesundheitsbranche gegenüber großen mächtigen Industriebetrieben benachteiligt? Bei großen Industriebetrieben scheinen die Auszahlungen zügiger zu fließen. Stelle sich doch jeder selbst einmal vor, Sie würden fünf Monate kein Gehalt, keinen Lohn, keine Bezüge, keine Rente erhalten? Wie wäre Ihnen zumute?

Aber kleine und mittelständische Firmen sollen dies einfach so stemmen können? Diese Vorgehensweise erschließt sich mir nicht.

Karin Keck-Haut, Herbrechtingen