Zu Gefahren auf dem Schulweg in Bolheim (“Eine blöde Stelle für Kinder“; HZ vom 1. September):

Schade ist, dass die Landkreisverwaltung weiterhin mit den alten Argumenten: „empfohlener Schulweg“ und „geringe Zahl an Verkehrsunfällen“ daherkommt. Es wird überhaupt nicht darauf eingegangen, dass der ausgewiesene Schulweg keine sichere Alternative darstellt. An der Kreuzung beim Cap-Markt muss der Verkehr aus drei Richtungen durch die Kinder kontrolliert werden. Zudem ist die Sicht in Richtung der Heidenheimer Straße äußerst schlecht, so dass es nicht einfacher ist diese breite Kreuzung zu überqueren. Es ist ein schwaches Argument, wenn es doch einmal – Gott bewahre – zu einem Personenschaden an der Querungshilfe der Albstraße kommen sollte, dass der Verunfallte besser den empfohlenen Schulweg genommen hätte…

Bei der Aussage, dass es von 2017 bis heute lediglich drei Unfälle gegeben hätte, stellt es mir die Haare auf. Wie viele Unfälle wären denn angemessen, um dort zu reagieren? Spielt es dabei keine Rolle, dass alle Unfälle auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind? Und was ist mit den vielen Autofahrern, die über den Rand der Querungshilfe oder den Gehweg gefahren sind, weil sie gerade noch die Kurve bekommen haben? Aus meiner Sicht besteht im Bereich der Querungshilfen an der Albstraße dringender Handlungsbedarf. Das kürzlich von der Stadt installierte LED-Geschwindigkeitspanel und das Warnzeichen „Kinder“ dürfen nur der Anfang sein. Christoph Metzdorf, Bolheim