In Herbrechtingen wird gebaut und zwar gewaltig. Nördlich der Spedition Schwarz und unweit der Autobahnbrücke baut die Spedition DB Schenker auf einer Fläche von 40.000 Quadratmeter. Das sind bei einem quadratischen Grundriß 200 x 200 Meter Kantenlänge – gewaltig! Dazu muss ein Bodenaushub gemacht werden.

Sieben Kilometer durch den Ort

Jeder Normalbürger wird annehmen, dass dieser Aushub in Ortsnähe gelagert wird. Aber nicht so in Herbrechtingen. Er wird etwa sieben Kilometer weit durch die zwei Bolheimer Wohngebiete an der Zoeppritzstraße und der Wedelstraße gefahren. Die Wedelstraße wird gerade saniert, deshalb fahren die Gespanne nun kurvenreich durchs Dorf, in einer engen Straße direkt am Kindergarten vorbei (ob sie dort immer die vorgeschriebenen 30 km/h einhalten?), dann den Berg hinauf Richtung Ugenhof. Oben auf der Hochfläche wird abgeladen.

Gespanne donnern durch enge Straßen

Gespanne: Das sind sehr große Traktoren mit einer großen zweiachsigen Wanne als Anhänger (Kennzeichen NU, GZA, BC u.a.).

Also, diese Gespanne donnern voll beladen durch den Ort und kehren scheppernd und kleppernd leer wieder zurück. Zur Dimension des Transports ein kleines Rechenbeispiel: Seit zirka sechs Wochen mit 30 Arbeitstagen fahren hochgerechnet zirka 100 Gespanne pro Tag hier durch. Das sind bisher hin und her 6000 Fahrten. Multipliziert mit der Streckenlänge von sieben Kilometer macht zusammen über 40.000 Kilometer – also einmal rund um den Globus.

Verkehrslärm und Abgase im Wohngebiet

Was das für uns Anwohner an Verkehrslärm und Abgasen bedeutet, neben der sowieso hohen Verkehrsdichte an LKW („aus aller Herren Länder) und Individualverkehr, kann man sich leicht vorstellen. Und wie viel Diesel dabei verbrannt wird und vor allem die Umwelt belastet wird (besonders den Berg hinauf), kann man sich kaum noch vorstellen. Aber das interessiert ja die Baufirma nicht, den Investor auch nicht.

Jörg Reepschläger, Bolheim