Herbrechtingen / günter Trittner Bislang gab es nur Planrisse aus Architektenhand. Jetzt hat die evangelische Landeskirche eine erste farbige Modellzeichnung übermittelt, welche den Neubau der Fachschule für Sozialpädagogik an der Eselsburger Straße zeigt. Man geht von einer zweijährigen Bauzeit aus.

Das Architektenbüro Klaiber und Oettle, das die Modernisierung der Evangelischen Fachschule und den Neubau plant, hat im Kreis Heidenheim bereits einen Namen. Die Schwäbisch Gmünder waren für den 2003 in Heidenheim eingeweihten Neubau des Zinzendorfhauses zuständig, sie haben in Heidenheim das Paulusgemeindehaus zum Haus der Kirche baulich umgeformt und in ihrer Hand lag die Renovierung und Erweiterung des Gemeindezentrums in Söhnstetten.

Mit sieben Millionen Euro an finanziellem Aufwand rechnet die Landeskirche in Summe für das Herbrechtinger Bauvorhaben. Im August dieses Jahres wird mit dem Abriss des aus dem Jahre 1967 stammenden Klassenbaus begonnen, dessen maroder, nicht mehr sanierungsfähiger Zustand den Ausschlag für die umfassende Modernisierung aller Schulgebäude gegeben hat. Die baulichen Änderungen ermöglichen es wiederum das pädagogische Konzept der Fachschule besser zur Geltung zu bringen, die von 180 angehenden Erzieherinnen und Erziehern und 50 Berufspraktikanten besucht wird. Erstmals wird die Schule seit ihrer Inbetriebnahme vor 70 Jahren separate Räume für Musik und Bewegung haben, eine Bibliothek, die solch einen Namen verdient und ein Foyer, das ohne Umstände zum gemeinsamen Treffpunkt aller Schüler und Lehrer werden kann.

Die Modellzeichnung verdeutlicht einerseits den Auftrag an die Architekten einen kostengünstigen Zweckbau zu errichten wie deren Bemühen die Baulinie der historischen Klosteranlage mit einem eigenständigen Gebäude zu verlängern. Der in den Hang geschobene drei geschossige Neubau nimmt neben dem Foyer, einer Cafeteria und der Bibliothek vier Klassenräume, einen zum Hof offenen Werkraum und einen Ruheraum auf. Das Dach soll begrünt werden, der Verputz aus Lehm bestehen.

Alle drei Gebäude der Fachschule an der Nordseite der Eselsburger Straße werden mit Übergängen verbunden, so dass auch die historischen Teile für Menschen mit Behinderungen leicht zugänglich sind.