Der Herbrechtinger Weihnachts- und Kunsthandwerkermarkt erfreute sich in den vergangenen Jahren auch wegen seines stimmungsvollen Ambientes im Klosterhof immer größerer Beliebtheit. Ob dieser, wie bereits das Stadtfest, dem Coronavirus zum Opfer fallen würde, war lange unklar. Die gute Nachricht: Nach derzeitigem Stand kann die Veranstaltung am ersten Adventswochenende stattfinden. Wermutstropfen: Besucher müssen ohne Glühwein, Punsch und die obligatorische Bratwurst auskommen. Aufgrund der Pandemie hat die Stadtverwaltung beschlossen, auf den Weihnachtsmarkt in seiner bisherigen Form zu verzichten.

„Der Kunsthandwerkermarkt bleibt erhalten, aber einen Essens- und Getränkeverkauf wird es nicht geben“, sagt Kirstin Bosch, Leiterin des Fachbereichs Schule, Sport und Kultur im Herbrechtinger Rathaus. „Diese Entscheidung haben wir uns nicht leichtgemacht“, so Bosch. Die Stadtverwaltung sei froh, die Veranstaltung nicht komplett absagen zu müssen. Dieser Fall könnte allerdings noch eintreten, wenn die Landesregierung auf die steigenden Corona-Infektionszahlen mit strengeren Einschränkungen reagieren muss.

Das sind die Corona-Auflagen

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, darf sich vom 27. bis 29. November nur eine begrenzte Anzahl von Personen gleichzeitig auf dem Klosterareal aufhalten, voraussichtlich bis zu 200 Personen. Gesteuert werden soll dies mithilfe von Einlasskontrollen. Das Hygienekonzept der Stadt sieht außerdem Spender mit Desinfektionsmittel sowie eine Einbahnstraßenregelung vor, sodass sich die Menschen möglichst wenig über den Weg laufen. Eine generelle Maskenpflicht auf dem Hof besteht nicht. „Wenn der Abstand eingehalten wird – diesbezüglich werden Kontrollen durchgeführt – ist eine Maskenpflicht unter freiem Himmel nicht notwendig.“

Eine Bühne wird nicht aufgebaut, der Nikolaus hat seinen Besuch abgesagt und das Kinderkarussell ist ebenfalls gestrichen. Dafür wird der Kunsthandwerkermarkt weihnachtlich gestaltet und musikalisch umrahmt. Etwa zehn Stände bieten Handgefertigtes wie Strick- und Wollwaren, Drechselarbeiten, Schmiedekunst und Adventsgestecke zum Kauf an. „Alle Betreiber haben die veränderten Bedingungen sehr positiv aufgenommen“, sagt die Fachbereichsleiterin.

Größere Fläche war keine Lösung

Für die Vereine und Organisationen, die dieses Jahr nicht teilnehmen und verkaufen können, ist es natürlich sehr schade, so Bosch. Den Markt auf einer größeren Fläche zu verteilen, hätte nichts gebracht: „Essens- und Getränkestände werden immer Besuchermagnete sein. Dort wird es schwierig sein, Abstände zu wahren. Egal, ob Alkohol ausgeschenkt wird oder nicht.“

Heidenheim

Öffnungszeiten und Musicalgala


Da es keinen Getränkeausschank und Speisenverkauf geben wird, werden die Öffnungszeiten des Marktes angepasst: von Freitag bis Sonntag, 27. bis 29. November, von 14 bis 19 Uhr. Die Musicalgala am Freitagabend findet statt, allerdings nicht wie bisher im Kloster, sondern in der Bibrishalle. Dort hat man mehr Platz, um den Abstand einzuhalten.