Drei Böllerschläge am frühen Morgen – das muss ein besonderer Tag werden. Mittags dann füllte eine vibrierende Klangwolke aus Kinderstimmen die Lange Straße. Auch diese ein Ausdruck der Vorfreude auf das Herbrechtinger Kinderfest.

Herausgeputzt – die Mutter hatte noch einen extra langen Zopf geflochten – geschminkt und verkleidet und mit frohem Herzen warteten Kindergartenkinder und Grundschüler auf den musikalischen Einsatz um 13 Uhr, ab dem sich der Zug endlich auf den Weg zum Festplatz machen sollte.

Warum liegen Kinderfestplätze immer auf dem Berg? Das werden sich wohl vor allem die gesagt haben, welche auserwählt waren die Mottoplakate während des Umzugs zum Buigen zu tragen. Eine leichtes Musizieren vorneweg hatte der Musikverein Herbrechtingen/Bolheim, denn seine Musikanten durften in einem von einem Traktor gezogenen Wagen sitzen. Dann folgte ein fröhlicher Bürgermeister Daniel Vogt und das Knäuel der Kinderschar in der Langen Straße entwirrte sich perfekt zum Festzug. Die Sonne strahlte an diesem Kinderfest-Samstag und die Kinder strahlten nicht weniger als sie das Spalier der Eltern passierten.

Schulleiterin mit Krone

Die Wartbergschule hatte bei den Schulen den Vortritt vor den Kindern, die im Bibris lernen. Sie hatte etliche Wanderer in der Reihe, die sicher behende den Herbrehtinger Berg erklommen. Auch bekrönte Persönlichkeiten waren zu sehen. Selbst Schulleiterin Simone Feldwieser trug eine kleine Krone im Haar – als Froschkönigin. Die Schüler der Bibris-Schule trieben es gespensterhaft, der Räuber Hotzenplotz war unterwegs und das Sams hatte sich am richtigen Samstag eingestellt. Schulleiter Roland Widmann führte ohne Krone, aber mit einem Sonnenhut auf dem Kopf die Seinen an.

Kinderfest für alle

Oben auf dem Buigen merkte man unter all den vielen Besuchern die Freude, endlich wieder nach den coronabedingten Ausfällen ein Kinderfest feiern zu können mit allem, was dazu gehört: Tanz, Spiele und all die Lustbarkeiten, die zu diesem Tag gehören.