Die Bibrisschule pflegt seit Jahren eine Partnerschaft zu mittlerweile drei Schulen in Kamerun. Die erste Schule, für die man eine Patenschaft übernahm, befindet sich in Nguinda, ein Dorf inmitten des tropischen Regenwalds. Hier wurde bereits ein Schulgebäude neu errichtet, drei alte Gebäude wurden renoviert, Toiletten gebaut sowie der Brunnen erneuert.

Ein Kindergarten wird gebaut

In der zweiten Patenschule in Leboudi, einem Dorf nahe der Hauptstadt Yaoundé, bauten die Herbrechtinger ein neues Gebäude für den Kindergarten. Zurzeit besuchen dort rund 600 Schüler sowie Kindergartenkinder die Schule. Dank der eingegangenen Spenden konnte dort sogar ein Gebäude mit einer Photovoltaikanlage und somit mit einer elektrischen Beleuchtung ausgestattet werden.

Bereits zweimal, in den Jahren 2016 und 2018, besuchten Petra Zeiner, Lea Gräß, Wolfram Galgenmüller, Stefan Häfner und Frank Metzger die Schulen in Nguinda und Leboudi. Sie überzeugten sich davon, dass alle Bauarbeiten wie besprochen ausgeführt wurden und dass die Spenden dort angekommen sind, wo sie benötigt wurden.

Es mangelt an vielem

Im August 2020 wurde mit dem Bau eines Klassenzimmers in der dritten Patenschule in Nkolbot, einem Nachbardorf von Leboudi, begonnen. Aber damit wird die Arbeit für den Verein nicht enden. Denn bei den Besuchen und Gesprächen wurde nur allzu deutlich, dass es an vielem mangelt. Die Schüler werden vorwiegend in Hütten mit Bretterverschlag unterrichtet. Die Kinder sitzen auf dem blanken Erdboden, da es keine Stühle gibt. Genauso wenig gibt es Spielzeug und Lernmaterialien.

Individuelle Hilfen

Ende 2020 beschlossen einige Mitglieder des Vereins sowie Privatpersonen, gezielt einige Schülern aus den Patenschulen, die auf stärkere Hilfe angewiesen sind, finanziell zu unterstützen. Es sind entweder Kinder mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, Waisenkinder oder Kinder, die nur bei einem Elternteil und in besonders armen Verhältnissen leben.

Spenden willkommen

Dank der Spenden kann das Schulgebäude in Nkolbot fertig gestellt werden und die nötigen Schulmöbel werden von Schreinern vor Ort gefertigt und damit auch die lokale Wirtschaft unterstützt.

Initiatorin der Patenschaften war die Lehrerin Petra Zeiner. In einem Italienurlaub im Jahr 2010 hatte sie per Zufall Dr. Antoneya Ngono kennengelernt, die früher In Nguinda unterrichtet hatte. Erst half man in Herbrechtingen mit Sachspenden, bevor der Funke einer Patenschaft auf die ganze Schule übersprang.