Herbrechtingen / Günter Trittner Herbrechtingen ist wertvoller geworden. Das zeigt die neue Bodenrichtwertkarte.

Herbrechtingen gewinnt an Wert. Das hat zwei Seiten. Wer Grund und Boden besitzt, darf sich ein bisschen reicher fühlen, wer Grund und Boden kaufen will, muss etwas mehr Geld aufbringen. Mit welchen Größenordnungen man zu rechnen hat, vermittelt die Bodenrichtwertkarte. Diese wird jährlich vom Gutachterausschuss überarbeitet. Festgesetzt werden die Richtwerte nach den durchschnittlich in einem Gebiet erzielten Kaufpreisen. Zudem wird die allgemeine Marktlage betrachtet.

Das Stadtgebiet ist auf der Bodenrichtwertkarte in 48 Bezirke aufgeteilt, die teilweise weitere Untergliederungen haben. Die neueste Richtwerkkarte für bebaute und unbebaute Grundstücke datiert auf das Jahresende 2018.

Topadresse ist der Bereich südlich der Eselsburger Straße. Zwischen 180 und 220 Euro je Quadratmeter schwankt hier der Richtwert, wobei 220 Euro für das ganze Stadtgebiet den Höchstwert darstellen. Mit 180 Euro je Quadratmeter werden der Bereich „Kloster neu“ bewertet und der Stockbrunnen. Mit 170 Euro darf man in der Stadtmitte kalkulieren, es folgen Wartbergschule und Landhaussiedlung mit 160 Euro.

Das untere Ende in der Wertekarte bildet bei den Wohngebieten das Dorf Hausen, wo der Quadratmeter mit 60 Euro angesetzt ist. 10 Euro mehr sind es im Neubaugebiet des Teilorts. 70 Euro sind auch die Marke für Bissingen Dorf und Bissingen Rathaus. 80 Euro ist der Boden im alten Ortsteil von Eselsburg wert. Niedriger als 60 Euro sind nur die Richtwerte in Gewerbegebieten und Sondergebieten. Die wertvollsten Wohnlagen in Bolheim sind das Zoeppritzgelände Ost (175 Euro) und der alte Sportplatz (160 Euro).