Herbrechtingen / Günter Trittner Als Kontaktpersonen mussten 25 Heimmitarbeiter in häusliche Quarantäne. Dadurch hatte das Heim einen relevanten Personalmangel. In dieser Lage gestattete das Gesundheitsamts, dass symptomfreie Pflegekräfte ihre Quarantäne verlassen können, um unter Schutzkleidung im Heim mitarbeiten zu können.

Bei unserer Berichterstattung über die Situation der Pflege im Karl-Kaipf-Heim in Herbrechtingen wurde ein Sachverhalt falsch dargestellt. Selbstverständlich durfte die am 19. März auf Covid-19 positiv getestete Pflegerin nicht mehr im Haus weiterarbeiten. Sie ging auf Anweisung des Gesundheitsamtes sofort in häusliche Quarantäne und hat bisher auch keinen Kontakt mehr zum Heim.

Das Karl-Kaipf-Heim im Kampf gegen Corona „Bisher haben wir die Situation im Griff“

Senioren gehören zur Risikogruppe. Im Kampf gegen das Coronavirus greift das Karl-Kaipf-Heim daher zu besonderen Maßnahmen. Trotz aller Vorsicht wurde eine Pflegekraft positiv auf das Virus getestet. Wie das Seniorenheim seine Bewohner vor einer Ansteckung schützen will:

Alle Kontaktpersonen überprüft

Unverzüglich nach Bekanntwerden des positiven Testergebnisses hatte das Gesundheitsamt allen Personen nachgespürt, mit denen die Pflegerin im Heim Kontakt hatte und diese getestet. Diese Untersuchgungen, so Ulrich Herkommer, der Leiter des Pflegedienstes beim DRK, seien sowohl im Kreis des Personals wie bei den Heimbewohnern geschehen. Auch alle ermittelten direkten Kontaktpersonen seien unverzüglich in häusliche Quarantäne geschickt worden. In der Zwischenzeit ist klar, dass keine der untersuchten Personen sich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

25 Pflegekräfte in Quarantäne

Für das Heim ergab sich damals die Situation, dass 25 Pflegekräfte wegen der verhängten Quarantäne nicht mehr einsatzbereit waren. Und damit, so Herkommer, sei ein „relevanter Personalmangel“ eingetreten. In solch einer Lage kann es das Gesundheitsamt erlauben, dass Pflegekräfte, die keinerlei Symptome zeigen, ihre häusliche Quarantäne verlassen dürfen, um unter Schutzkleidung im Heim Aufgaben zu erledigen.

Gesundheitsamt gestattet Ausnahmeregelung

Diese Ausnahmeregelung hat das Karl-Kaipf-Heim für etwa zehn Pflegekräfte nutzen können. „Diese Mitarbeiter durften ihr Haus nur verlassen, um bei uns zu arbeiten und mussten anschließend sofort wieder zurück in die häusliche Quarantäne“, erläutert Herkommer.