„Die Dächer reichen nicht aus.“ Was die Umwandlung von Sonnenlicht in Energie anbetrifft, hat Fabian Zippel eine klare Auffassung. Wenn die Photovoltaik ihren Beitrag zur Energiewende liefern soll, dann brauche es auch Freiflächenlanlagen. Denn diese seien leistungsstärker, effizienter und auch wirtschaftlich rentabel.

Kostenloser Rat in Sachen Solarenergie

Zippel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Erneuerbare Energien an der Hochschule Aalen und er ist Leiter des Photovoltaik-Netzwerks Ostwürttemberg. Dieses bietet Bürgern wie auch Kommunen eine kostenlose Beratung in Sachen Photovoltaik an. „Im Ostalbkreis durften wir schon einmal in der Bürgermeisterdienstversammlung vortragen.“

Schnell sind die Grenzen erreicht

Dass auf Hausdächer montierte Photovoltaik-Anlagen an Grenzen kommen, kann Zippel schnell vorrechnen. Allein um den Strombedarf eines Vier-Personen-Haushalts zu decken, müssen auf 25 Quadratmeter Module ausgelegt werden. Das könne im ländlichen Bereich mit vielen Einzelhäusern aufgehen, aber nicht in einer Stadt, wenn mehrere Haushalte unter einem Dach stehen. Zudem müssten ja auch Gemeinschaftseinrichtungen und die Wirtschaft noch mit Strom versorgt werden. Zippel weiß, dass Bürgermeister großen Freiflächenanlagen skeptisch gegenüberstehen, weil die Konzessionsabgabe des örtlichen Energieversorgers geringer ausfalle. „Dafür gewinnt man aber eine örtliche Wertschöpfung.“

So günstig wie Strom von der Börse

Große Freiflächenanlagen arbeiteten heute so effizient, dass sie zum Börsenpreis Strom anbieten können und noch Ertrag erzielten. Die Anzahl großer Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen im Landkreis liegt unter zehn.

Fläche wird nicht versiegelt

Zudem gibt Zippel den Hinweis, dass durch eine Freiflächenanlage der Boden ja nicht versiegelt werde. Richtig kultiviert könne dieser sogar zu einer ökologisch wertvollen Fläche werden in der Zeit, in der die Anlage betrieben werde. gt