Herbrechtingen / Günter Trittner Zur Stadtreinigung setzt die Stadtverwaltung einen Kipper mit Benzinmotor ein.

Mehr Sauberkeit mit sauberen Mitteln: So wollte die Verwaltung die Stadtreinigung optimieren. Geklappt hat es mit der Anstellung eines Langzeitarbeitslosen, dessen Gehalt über mehrere Jahre weitgehend vom Jobcenter bezahlt wird. Wie Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau, den Stadträten bei ihrer jüngsten Sitzung erläuterte, hat der Langzeitarbeitslose seine Aufgabe schon begonnen. „Es sind schon erste Erfolge da.“ Für die Stadtreinigung bringe dieser Mann erheblichen Mehrwert.

Auf Kostenbremse getreten

Doch das Einsatzfahrzeug, das den Arbeiter in die Innenstadt und zu anderen, notorisch unsauberen Stellen bringen soll, wird kein Fahrzeug mit Elektroantrieb sein. Bei einem Kaufpreis von 60 000 Euro für das Elektrofahrzeug waren die Stadträte bei der ersten Beratung im Februar dieses Jahres massiv auf die Kostenbremse getreten.

Benziner gewinnt

Auch die Stadtverwaltung hat nachgerechnet. „Wir sind meilenweit entfernt von einem wirtschaftlichen Angebot bei E-Fahrzeugen“, konstatierte Frank. Angeschafft wird nun ein Piaggio Porter für 22000 Euro. Ein Diesel-Fahrverbot ist für das Fahrzeug aus Italien nicht zu befürchten, da seine 82 PS mit Benzin gefüttert werden. Beigeordneter Thomas Diem fand dies eine kostengünstige und möglicherweise genauso effiziente Lösung. Die Stadträte sahen es nicht anders und votierten einstimmig für den Kipper mit Müllaufbau-Container.