Eselsburg / Jana Thiele Der kanadische Liedermacher David Blair begeisterte im „Himmelszelt“.

Eselsburg. „Jetzt gibt es Herbrechtigen auch auf meiner Landkarte“, begrüßte Singer Songwriter David Blair die 150 Besucher am Freitagabend im „Himmelszelt“. Mit auf der kleinen Bühne: Cellistin Stefani John. Sie begleitete den „The Voice of Germany“-Kandidaten auf ihrem selbstgebauten, fünfsaitigen Cello.

Schon beim ersten Song brachte David Blair das bunt gemischte Publikum zum Mitschnippen. Sympathisch, offenherzig und unglaublich unterhaltsam erzählte er nach jedem Song die Inspirationsgeschichte hinter den Titel. Von romantischen Erlebnissen wie einer dreistündigen „Verknalltheit“ im Flugzeug über politische Themen wie den Terroranschlag in Paris bis hin zu einer Hymne auf enge Freundschaft, bringt David Blair in seinen Songs alles unter.

Mit seiner facettenreichen Stimme, die mal rauhere und dann wieder sanftere Töne anschlug, zog er das Publikum, in dem auch seine mit ihm frisch verheiratete Frau saß, ganz und gar in seinen Bann. Das gedimmte Licht, die mit Sternen überzogene Zeltdecke und die mit Cello begleitete sinnliche Stimme von David Blair erzeugte eine himmlisch romantische Wohnzimmeratmosphäre und lud zum Kuscheln ein. Kleine Tanzeinlagen, die an sein Vorbild Justin Timberlake erinnern, lockerten die Stimmung immer wieder auf.

Seine sensible, fast zerbrechliche Seite zeigte David Blair in der zweiten Hälfte des Abends. Er erzählte von seiner anfänglichen Angst, auf der Bühne zu stehen und wie verzweifelt er in seinem früheren Leben war. Mit seinen „Songwriting Sundays“ arbeitete er sich aber aus dieser Krise heraus, und dann ging alles ziemlich schnell. Er wurde Finalist in „Canadas got Talent“ und verkaufte vor fünf Jahren schließlich Haus und Hof, um in Deutschland seinen Traum vom Musikerdasein zu leben.

Mit einer der romantischsten Highlights des Abends war das Liebesduett „The Way I am“ gesungen mit seiner „schwäbischen Frau“ Nicole. Eine weitere Liebeserklärung machte David Blair mit dem Titel „Ein Liebeslied für Deutschland“. Erst nach mehreren Zugaben wie einem kleinen Medley aus „Hallelujah“, „Space Oddity“ und „Kiss“, konnten David Blair und Stefani John die Bühne verlassen um anschließend mit den Gästen an Bar den Abend ausklingen zu lassen. Jana Thiele