Lange Zeit war der Gemeinderat der einzige regelmäßige Nutzer der neuen Bibrishalle. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie zog das Gremium aus dem Rathaus in die für bis zu 600 Besucher geeignete Halle um, während Sport und Kultur, die den Neubau eigentlich beleben sollten, die Ausnahme blieben.

Das Ratsdomizil in der Bibrishalle werde mit der nächsten Sitzung am 21. Oktober der Vergangenheit angehören, sagte Bürgermeister Daniel Vogt am ver­gangenen Donnerstag im Gemeinderat.

Dies wurde in Teilen des Gremiums zwar begrüßt, Petra Reiss von der FWV-Fraktion kritisierte jedoch, dass nach den in Herbrechtingen geltenden Regeln derzeit auch unter 3-G-Bedingungen mit Maskenpflicht nur 200 Menschen in die Halle dürften. „Andere Kommunen lassen im Verhältnis mehr zu“, so Reiss, der sich auch nicht erschließen wollte, warum zugleich bei einer Veranstaltung im Karl-Saal des Klosters gut einhundert Menschen möglich gewesen seien.

„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zur Lachplatte im Kreis werden“ schimpfte CDU-Fraktionsmitglied Manfred Strauß. Die Bibrishalle habe die beste Belüftung, dennoch dürfe sie nicht benutzt werden.

„Wir werden nachsteuern“, so Vogt. Das Thema werde auch unter Bürgermeisterkollegen intensiv diskutiert. „Wir sind da noch sehr streng“, räumte Vogt ein. Zudem habe es einen Mangel an benötigtem Reinigungspersonal gegeben, um die Hygienestandards einhalten zu können.

Youtube Rundgang durch die neue Bibrishalle