Herbrechtingen / Günter Trittner Holz könnte als nachhaltiger Baustoff für die Neubauten durchaus in Frage kommen.

Ab 12. Dezember beschließt der Gemeinderat das Konzept für die Sanierung und den Neubau der Schulen im Bibris. Gleich nach dem Jahreswechsel stehen die nächsten Aufgaben an. Zu entscheiden ist, ob klassisch Einzelaufträge vergeben werden oder ob man einen Generalplaner, einen Generalunternehmer oder gar einen Generalübernehmer wählt, der beides, Planung und Bauarbeiten, schlüsselfertig erledigt. Jedes Verfahren, so Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau, habe seine Vor- und Nachteile. „Wir werden uns beraten lassen“, sagte Frank bei der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend.

Im Juni 2020 steht die Vergabe der Planungsleistungen an, gleichzeitig wird ein Förderantrag ans Land vorbereitet, der bis 1. Oktober 2020 gestellt sein muss. Insgesamt hofft Kämmerer Thomas Diem auf eine Förderquote von 35 bis 40 Prozent beim Schulbau, wobei darin neben der gesetzlich vorgegebenen Förderquote Mittel aus dem Ausgleichsstock des Landes eingeschlossen sind. Ab Januar 2021 könnte mit dem Aufstellen der Container als Zwischenlösung begonnen werden, im August könnte der Abbruch des Grundschulgebäudes erfolgen. Start für dessen Neubau wäre Januar 2022. Eine Bauzeit von zwei Jahren wird bei allen Bauabschnitten erwartet.

Plädoyer für Nachhaltigkeit

Stadtrat Andreas Hof plädierte für ein nachhaltiges Bauen und den Baustoff Holz. „Eine betonierte Halle ist nicht das Bauen der Zukunft“, erlaubte sich Hof einen Seitenblick auf die Bibrishalle und deren Architekten Thorismuth Gaiser. Doch dieser zeigte sich überhaupt nicht ablehnend. „Wir wollen alle weg von der PU-Geschichte.“ Aus Holz lasse sich durchaus etwas machen beim Schulbau.

Allerdings, der Architekt für die Schulsanierung muss erst noch ausgeschrieben und gefunden werden. Für das Bibris-Schulzentrum waren Gaiser und sein Büro Campus nur mit dem Konzept beauftragt.

Bei in Aussicht gestellten Kosten von 64,6 Millionen Euro für den Schulbau im Bibris fühlen die Stadträte immer noch einen Kostendruck und suchen nach Auswegen.