Bissingen / Günter Trittner Wird das Teilstück ab Bissingen noch in diesem Jahr gebaut? Die Stadtverwaltung Herbrechtingen bleibt zuversichtlich.

Ein Baubeginn für den Radweg, der von Bissingen aus ins Lonetal führen soll, ist aus Sicht des Regierungspräsidiums Stuttgart noch in diesem Jahr „zwar grundsätzlich möglich“, aber auch abhängig von „verschiedenen Faktoren“.

Und dazu gehört, wie schnell sich die Herbrechtinger Stadtverwaltung, welche bei der Planung federführend ist, und die Aufsichtsbehörde bei noch offenen Fragen verständigen können. Das Baurecht herstellen kann am Ende nur das Regierungspräsidium, wenn die Stadt alle Unterlagen für eine Genehmigung beigebracht hat.

Herbrechtingen ist am Zug

Derzeit liegt der Ball bei der Stadt Herbrechtingen, die vom Radwegbeauftragten des RP eine Stellungnahme zur Überarbeitung erhalten hat. Das von der Stadt beauftragte Ingenieurbüro wird diese Aufgabe übernehmen. Zum Jahresbeginn hat sich das Land zum Ziel gesetzt, ein 7000 Kilometer langes Radnetz zwischen den Ober- und Mittelzentren des Landes entlang der wichtigsten Siedlungsachsen zu knüpfen. 700 Kommunen werden davon berührt. An die Alltagsradler wie die Fernradler soll dabei gleichermaßen gedacht werden.

Klare Qualitätsvorgaben

Entwickelt wurden klare Qualitätsstandards für die materielle Beschaffenheit der Radwege, deren Führung, Ausweisung, Ausstattung und für die Knoten, wo sie andere Verkehrswege kreuzen. Diese Qualitäts-Messlatten hat das RP am Vorentwurf aus Herbrechtingen angelegt, wobei besonders die Verkehrsknoten interessieren. Ein solcher findet sich etwa am Ortsausgang von Bissingen in Richtung Lonetal.

Start bei der Leonhardskapelle

Der künftige Radweg, der an das bereits fertige Teilstück anschließt, das vom Wanderparkplatz zur Vogelherdhöhle führt, wird talwärts auf der linken Straßenseite ab der Leonhardskapelle angelegt. Das heißt, am Ortsausgang von Bissingen müssen die Radler, die ins Lonetal wollen, die Fahrbahn kreuzen. Hierbei, schreibt das Regierungspräsidium, sind unter anderem noch entsprechende Markierungen auf der Straße oder auch kleine bauliche Anpassungen für einen sicheren Verkehrsfluss der Radler nötig, „die im vorliegenden Fall noch optimiert werden müssen“.

Geldmittel für den Bau sind vorhanden

Der Lonetalradweg ist im Ausbauprogramm 2017 bis 2020 des Landes Baden-Württemberg vorgesehen und somit bereits finanziert. Er ist zirka einen Kilometer lang. Der Grunderwerb durch die Stadtverwaltung ist abgeschlossen. Im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens erhält das RP die Bestätigungen. „Es ist unser Wunsch, dass wir noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten anfangen“, bekräftigt Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau im Rathaus.