Herbrechtingen / GÜNTER TRITTNER Den im Jahr 2002 vollzogenen Umzug von der Alten Molkerei ins Herbrechtinger Kloster bereut von den Verantwortlichen des Familien- und Kommunikationszentrum niemand. Nur eine Erschwernis weist der jetzige Treffpunkt Kloster auf. Er ist nicht barrierefrei zugänglich.

Eine steile hölzerne Treppe führt hoch zur Eingangstür der früheren Probstei des Klosters, welche dem Familienzentrum als Veranstaltungsraum für Übungen und Kurse, als Café und als Second-Hand-Kleiderkammer dient. Vorsitzende Anita Miller nutzte die Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der Einrichtung, um den als Gast geladenen Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl um Hilfe zu bitten. Vorab hatte Miller mit einem rot-weißen Band markiert, wie ein Zugang entlang der Klostermauer angelegt werden könnte.

Miller geht es nicht nur um Mütter, welche sich schwertun, den Kinderwagen nach oben zu hieven. Sie hat auch das benachbarte Haus Benedikt im Blick. Im Sinne eines generationenübergreifenden Treffpunkts wäre es schön, wenn auch die Senioren dort zum Kaffee und Kuchen ins Familienzentrum kommen könnten. Doch dies scheitere eben an der Treppe.

Schmalzl zeigte sich zuversichtlich, dass sich eine Lösung finden lässt. „Ich halte meine Denkmalpfleger unter Kontrolle und Sie den Gemeinderat“, gab er Miller als Aufgabe weiter. Schmalzl seinerseits hat inzwischen schon mit dem Landesamt für Denkmalpflege geredet und dieser wiederum hat sich ins Benehmen mit der Stadtverwaltung gesetzt. Vereinbart zwischen dem Beigeordneten Thomas Diem und Dr. Simone Meyder als Verterterin des Denkmalschutzes wurde für Mai ein Vorort-Termin im Klosterhof. Diem verweist darauf, dass theoretisch auch ein Zugang ins Familienzentrum von der Westseite Richtung Haus Benedikt geschaffen werden könnte. Dazu müsste ein Fenster zur Tür umgebaut werden. Allerdings wäre dann immer noch eine Rampe erforderlich.