Konkret geht es um die Ortsdurchfahrten von Bolheim, Bissingen und wie Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau andeutete, „vielleicht auch Eselsburg“. Auch wenn die durch die EU veranlasste Überprüfung der Lärmkarten in Herbrechtingen keine Werte gezeigt haben, die zum Handeln auffordern, will die Verwaltung weiter im Sinne der um weniger Verkehrslärm bittenden Bürger handeln.

Wie Frank bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats informierte, habe die Stadt nach einem Gespräch mit dem Regierungspräsidium Stuttgart, neue Lärmberechnungen auf eigene Kosten vornehmen lassen. Dabei sei man auch der Frage nachgegangen wie unterschiedlich sich Tempo 50 und Tempo 30 auf die Anlieger auswirken. Mit diesen Zahlen möchte die Stadt einen neuen Antrag beim RP stellen. Diese Behörde kommt ins Spiel, weil die Ortsdurchfahrten Landesstraßen sind. Für die nächste Sitzung des Gemeinderat wird die Verwaltung eine Beschlussvorlage erstellen.

CDU-Stadtrat Robert Smejkal verwies in der Sitzung darauf, dass der Verkehr durch Bolheim aufgrund des weiteren Ausbaus des Logistikzentrums bei Dettingen noch zunehmen werde. Vermisst wurde von Smejkal, dass die leiseren E-Fahrzeuge noch nicht in die Bewertung eingehen. Der Verkehrslärm werde durch den Wechsel auf E-Mobilität abnehmen.

Martin Müller, der Sprecher der Freien Wähler, warnte davor, Tempo 30 nur als ein Mittel zur Eindämmung von Verkehrslärm zu sehen. Tempo 30 bringe auch mehr Verkehrssicherheit. Gerade in der Ortsdurchfahrt von Bolheim gebe es Gefahrenpunkte wie etwa die Kreuzung beim Rathaus. Beim Abbiegen nach links zum Lindenberg könne man wegen einer Kurve den Gegenverkehr kaum sehen. „Wir wollen was tun“, bekräftigte Bürgermeister Daniel Vogt die Haltung der Verwaltung.