Herbrechtingen / HZ Für Janik Nothelfer vom Herbrechtinger Buigen-Gymnasium ging es um den den Einzug in das Bundesfinale. 15 Gegner warteten auf den Sieger des Landesentscheids.

Auf hohem rhetorischen Niveau streiten und dabei freundlich und sachbezogen bleiben: Beim jährlichen Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ standen 16 Schüler vor dieser Aufgabe. Unter diesen war Janik Nothelfer, der Zehntklässler vom Buigen-Gymnasium. Vor einem Jahr war er persönlich im Landtag in Stuttgart gewesen und hatte mit weiteren Regionalsiegern debattiert. In diesem Jahr waren Live-Debatten aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus nicht möglich. Die Wortgefechte fanden als Online-Konferenz zu Hause vor den Computern statt.

Jeder muss den Pro- und die Contra-Standpunkt einnehmen

Bei dem Wettbewerb selbst musste jeder Mitwirkende bei verschiedenen Themen sein Können unter Beweis stellen. Dabei müssen auch immer beide Perspektiven eingenommen werden, denn zum Reglement dieses Wettbewerbs gehört es, sowohl die Pro- als auch die Contra-Seite zu vertreten. In diesen Streitgesprächen ging es etwa darum, ob die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden sollen. Oder ob die Regierung stärker in die Preisregulierung landwirtschaftlicher Erzeugnisse eingreifen sollte.

Komisch und ganz anders als sonst sei es gewesen, seine Kontrahenten nur vor dem Bildschirm sehen zu können, berichtet Janik Nothelfer. „Die ganzen nonverbalen Signale, die fehlende Gestik und zum Teil auch die fehlende Mimik, das ist schon was anderes als bei einer richtigen Debatte.“

Viel Technik im Einsatz

Zum Glück war die technische Seite sehr ausgefeilt, wie es auch Stefan Abele, Deutschlehrer am BuGy und einer der Juroren beim Landesfinale, empfunden hat. Denn während einige der 16 Schüler in Kleingruppen debattierten, konnten sich andere in virtuellen Räumen untereinander absprechen. Eigene Räume hatten auch die Juroren, um gemeinsam ihr Urteil zu fällen oder Einschätzungen zu geben.

Qualifizierung knapp verpasst

Der Bundeswettbewerb wird ohne Janik Nothelfer stattfinden. Der Buigen-Gymnasiast verpasste die erhoffte Qualifizierung nur knapp. zim