Zum Abschluss der dreiwöchigen Theaterfreizeit ukrainischer Kinder in Heidenheim haben Russen und Ukrainer auf dem Zanger Berg gemeinsam eine Linde gepflanzt. Diese füllt einen Platz in der sogenannten Allee der Freundschaft und steht als Zeichen für Frieden und Liebe.

Zeichen gegen den Hass

Insgesamt zieren bereits zwölf Walnussbäume die Verbindungsstraße von der Iglauerstraße, die in Richtung Zanger Straße zum Mittelrain führt. Nun kam ein besonderer Baum hinzu: Eine Linde. „Diese Linde soll ein Zeichen gegen den Hass in den Herzen der Menschen sein“, sagte der Integrationsbeauftrage des Heidenheimer Sportbundes Eduard Marker, der zugleich Initiator der Baumpflanzaktion ist.

Hoffnung mitnehmen

Für die Kinder des Charkiwer Rika-Kindertheaters war dies ein besonderer Abschluss ihrer Reise – ein kleiner Funken Hoffnung, den sie mit nach Hause nehmen. Spontan fingen die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler an zu singen und zu tanzen – die russische Delegation stimmte mit ein.

Gemeinsam und mit vereinten Kräften wurde die Linde von den Vertretern beider Völkergruppen eingegraben und mit einem Schutzgerüst versehen. Danach fassten sich alle Beteiligten an den Händen und bildeten einen Kreis um die Linde. Eduard Marker erklärte: „Wir sind Menschen des Friedens und wünschen unserem Planeten Friede und Liebe. Und genau dieses Gefühl der Liebe haben wir gemeinsam an die Linde und in den Himmel geschickt.“

Unterstützung der Stadtverwaltung

Zuvor war von den städtischen Betrieben ein Loch ausgehoben und der Baum an seinen Bestimmungsort transportiert worden. Unterstützt wurde die Baumpflanzaktion auch vor Stadtverwaltung. Auch die Pflege der Bäume an der Allee der Freundschaft läuft Hand in Hand mit den städtischen Betrieben.

Heidenheim

Allee der Freundschaft wächst und gedeiht


Mit der Linde stehen nunmehr 13 Bäume an der Allee der Freundschaft. In diesem Jahr sollen sechs weitere Walnussbäume folgen. Damit ist die Allee fertiggestellt und soll bis in 15 Jahren Früchte tragen und Schatten spenden. Als nächstes Projekt ist der sogenannte „Garten der Erinnerung“ auf dem Zanger Berg geplant.