Geboren wurde Walter Grupp zwar in Leutkirch, Heidenheim hat er gleichwohl immer als seine Heimatstadt bezeichnet. Am Hellenstein-Gymnasium machte er sein Abitur, ehe er nach dem Wehrdienst Rechtswissenschaften in Heidelberg und Montpellier studierte.

Kurzzeitig war er bei der Weltbank in Washington tätig, ehe er nach Deutschland zurückkehrte und eine Stelle als Justiziar bei einer Miederwarenfirma in Gomaringen antrat.

Berater für Unternehmen

1987 ließ sich Grupp als freier Anwalt in Brüssel nieder und spezialisierte sich auf die Beratung deutscher Unternehmer, die sich in Belgien niederlassen wollten. Vor zwei Jahrzehnten avancierte er zum Generalsekretär des Dachverbands europäischer Mittelstandsverbände. Dem Standort Heidenheim bescheinigte er seinerzeit gute Möglichkeiten, sich innerhalb der transeuropäischen Netze einen Namen zu machen.

Für seine Verdienste um die deutsch-belgischen Beziehungen wurde Grupp im April 2019 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der deutsche Botschafter Martin Kotthaus bezeichnete ihn anerkennend als „Brückenbauer, der zwischen Deutschland und Belgien vermittelt“.

Am 8. September ist Walter Grupp im Alter von 69 Jahren gestorben.