Heidenheim / pm Eine Berufsbildungsmesse für Menschen mit Behinderung gibt es am Wochenende in der Dualen Hochschule.

Eröffnet wird die Veranstaltung am Samstag, 23. März, um 10 Uhr durch Landrat Thomas Reinhardt. Es folgen Impulsvorträge, die sich mit der Situation von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt und in Werkstätten befassen. Der letzte Vortrag, der um 13 Uhr beginnt, gibt Informationen zur Unterstützung durch Behörden und Institutionen. An Marktständen präsentieren die Aussteller ihre Angebote. So kann sich jeder Interessierte bei verschiedenen Arbeitgebern sowie bei Trägern und Werkstätten der Behindertenhilfe informieren.

Vertreten sind die kommunale Behindertenbeauftragte Iris Mack sowie zahlreiche Träger, die in der Behindertenhilfe tätig sind, Firmen, die Agentur für Arbeit, der Integrationsfachdienst und die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.

Der Markt der Möglichkeiten ähnelt einer Ausbildungsplatzmesse und ist ein Angebot für Menschen mit Behinderung aller Altersklassen. „Wir freuen uns sehr, dass es eine Berufsbildungsmesse auch für Menschen mit Behinderung und Unterstützungsbedarf gibt. Denn sie stehen ebenfalls vor der Herausforderung, den richtigen Platz zu finden“, so Birgit Blankenhorn-Hafner, Mitarbeiterin der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB).

Berufliche Perspektiven

Der Übergang von der Schule in den Beruf sei eines der häufigsten Beratungsanliegen Jugendlicher und ihrer Eltern. Aber auch Menschen, die einen Unfall oder Schlaganfall erlitten hätten sowie solche mit psychischen Erkrankungen sollten berufliche Perspektiven kennen. Der Gesetzgeber habe mit dem Bundesteilhabegesetz mehr Möglichkeiten für die Teilhabe am Arbeitsleben geschaffen, sagt Blankenhorn-Hafner. Zu beobachten sei ein wachsendes Angebot auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Aktuell arbeiten 344 Personen mit einer Schwerbehinderung in den Werkstätten des Landkreises. Mit Hilfe des Marktes für Möglichkeiten sollen Mack zufolge individuell angepasste, vollumfängliche und sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für Menschen mit Behinderung erreicht werden. Die Veranstaltung soll potenzielle Arbeitgeber sensibilisieren, Ängste nehmen und die Einstellungsbereitschaft der Betriebe erhöhen. „Die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung kann das Sozialverhalten der Mitarbeiter fördern und die Identifikation mit dem Unternehmen stärken“, so Mack.

Die Duale Hochschule ist barrierefrei zu erreichen. Die Schranken zu den Parkplätzen am Gebäude sind geöffnet. pm