Nach mehreren Wochen mit rückläufigen Patientenzahlen hat das Klinikum Heidenheim seine Covid-19-Station geschlossen. Das sagte der für Infektionserkrankungen zuständige Chefarzt Dr. Martin Grünewald im aktuellen HZ-Corona-Briefing. „Aktuell wird bei uns nur noch eine Patientin mit gesicherter Covid-19-Diagnose behandelt.“

Die Betreuung der Corona-Fälle erfolgt nun auf der Station für Infektionserkrankungen, die über eine eigenen Isolierbereich verfügt. Zusätzlich stehe hier auch ein erweiterter Covid-Bereich zur Verfügung, der voll ausgestattet ist, aber zurzeit nicht benötigt werde, so Grünewald. Dieser Ausbau sei innerhalb weniger Stunden umsetzbar. „In so einem Fall bleibt die Personalplanung eine Herausforderung, weil dann wieder Mitarbeiter aus anderen Bereichen herangezogen werden müssten. Dafür benötigen wir bis zu 24 Stunden,“ sagt Grünewald.

Klinikum-Mitarbeiter freuen sich auf Normalisierung

Nach Monaten mit einer pandemiebedingten Ausnahmesituation habe das Klinikpersonal nun wieder mehr Zeit, um sich um Patienten mit anderen Erkrankungen zu widmen. „Wir sind wirklich froh über diese Normalisierung“, so der Chefarzt.

Vor rund drei Monaten hatte die Situation noch ganz anderes ausgesehen. Ende November waren aufgrund der stark gestiegenen Anzahl an Corona-Patienten die Behandlungskapazitäten deutlich ausgebaut worden. Danach standen 60 Betten für Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren zur Verfügung. Dafür musste jedoch auch Personal aus anderen Bereichen abgezogen werden.