Das Klinikum Heidenheim reagiert auf die weiter steigende Zahl Covid-Infizierter im Landkreis Heidenheim sowie auf die Zunahme von infizierten Patienten, die sowohl isolationspflichtig als auch intensivmedizinisch im Klinikum versorgt werden müssen. Hinzu komme eine erhebliche Zunahme von Notfallpatienten in der zentralen Notfallaufnahme (ZNA), teilt das Klinikum mit. Die Zahl der operativen Eingriffe und endoskopischer Interventionen werde daher reduziert, um entsprechende Ressourcen im stationären Bereich bereit zu halten.

Geplante und ambulante Operationen betroffen

Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Besucherregelung verschärft wurde, werden seit Wochenmitte ambulante Operationen sowie längerfristig geplante operative Behandlungen von sogenannten elektiven Patienten abgesagt und auf spätere Termine verschoben. Die betroffenen Patienten sind und werden darüber informiert.

Mitte kommender Woche soll, abhängig von der Entwicklung in den nächsten Tagen, darüber beraten und entschieden werden, ob und ab wann der OP-Betrieb wieder in die Routine zurückkehren kann.

Am Freitag mussten insgesamt 16 Corona-Patienten auf der Infektionsstation behandelt werden. „Dazu kommen fünf weitere Covid-Kranke, die auf der Intensivstation liegen“, sagte Chefarzt Dr. Martin Grünewald in der aktuellen Ausgabe des HZ-Corona-Briefings. Angesichts des hohen Inzidenzwertes im Kreis Heidenheim bereite sich das Klinikum auf die Eröffnung einer weitere Covid-Station vor. Dafür müsste dann weiteres Personal aus anderen Bereichen abgezogen werden. Das sei ärgerlich, zumal die meisten Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf, ihre Einweisung mit einer Impfung hätten verhindern können.

Youtube HZ-Corona-Briefing #66: Wie schnell überwinden Kinder Long-Covid-Folgen?