Heidenheim / HZ Die Friedhofsverwaltung beugt dem Eichenprozessionsspinner vor und lässt die Larven bekämpfen. Deshalb ist der Friedhof am Montag gesperrt.

Die Friedhofsverwaltung will in diesem Jahr vorbeugen, damit sich der Eichenprozessionsspinner gar nicht erst im Waldfriedhof ausbreitet. Die Larven werden in einem Entwicklungsstadium bekämpft, in dem sich noch keine giftigen Brennhaare gebildet haben.

Der Waldfriedhof ist deshalb am Montag, 6. Mai, gesperrt. Im vergangenen Jahr reagierte die Friedhofsverwaltung auf einen massiven Befall der Eichen erst, nachdem die Raupen schon in den Bäumen unterwegs waren. Entsprechend groß war der Arbeitsaufwand. Zur vorbeugenden Bekämpfung wurde jetzt eine Fachfirma engagiert. Diese setzt ein Spritzmittel mit einem sogenannten Populationshemmer ein.

Kommen die Larven damit in Kontakt, entwickeln sie sich nicht mehr weiter. Trotzdem wird sich nicht ganz verhindern lassen, dass sich vereinzelt Kolonien mit ausgewachsenen Raupen bilden. Diese Kolonien werden dann abgesaugt. Von dem Populationshemmer gehe keine Gefahr für Mensch, Tier und Pflanzen aus, so die Stadtverwaltung.

Trotzdem müsse der Waldfriedhof gesperrt werden, weil die Wege für Fahrzeuge freigehalten werden müssen. Nur mit Hilfe großer Hubsteiger ist es möglich, in die Kronen der bis zu 30 Meter hohen Eichen zu gelangen.