Waffenbesitzer müssen nach einer Verschärfung des Waffengesetzes, die nach dem Amoklauf von Winnenden beschlossen wurde, auch ohne einen konkreten Verdacht nun regelmäßig kontrolliert werden. Das Innenministerium Baden-Württemberg hat festgelegt, dass die Kontrollen von zwei Personen durchgeführt werden müssen, bei Verstößen sind weitere Kontrollen nötig. Neben den Vor-Ort-Kontrollen muss die Waffenbehörde auch alle drei Jahre in einer Regelüberprüfung die persönliche Zuverlässigkeit des Waffenbesitzers feststellen, wozu Erkundigungen bei Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Justizministerium eingeholt werden. Auch dafür ist eine Gebühr fällig, die auf 20 Euro festgesetzt wurde.

„Man muss sich diese Kontrollen vorstellen wie den Tüv beim Auto“, erläuterte Bürgermeister Rainer Domberg. Der Autobesitzer müsse sich regelmäßig dieser Überprüfung stellen, und die Gebühren werden fällig, auch wenn keine Mängel festgestellt werden.

Gegen die Änderung der Gebührensatzung stimmte nur SPD-Stadtrat Jürgen Bohnert, der als Kreisjägermeister auch das Interesse dieser Gruppe von Waffenbesitzern vertritt.