Von Bolheim aus war sie zu sehen, auch von Oggenhausen und Herbrechtingen: Eine so genannte Trichterwolke, oder auch Funnel Cloud, die sich während des Gewitters am Nachmittag gegen 16.30 Uhr gebildet hatte.

„Sie war nur wenige Minuten zu sehen“, berichtet etwa Andreas Ziemann, der die Wolke am Eingang zum Eselsburger Tal beobachtete und fotografierte.

Trichterwolke überm Landkreis Heidenheim: Blick vom Eingang des Eselsburger Tals in Richtung der Albhochfläche am Sonntag, 4. Juli, gegen 16.30.
Trichterwolke überm Landkreis Heidenheim: Blick vom Eingang des Eselsburger Tals in Richtung der Albhochfläche am Sonntag, 4. Juli, gegen 16.30.
© Foto: Andreas Ziemann

Gerd Jooß sah die Wolke aus Blickrichtung Gerstetten in östlicher Richtung, bei Dettingen bzw. in Richtung Brenztal.

Die Wolke, gesehen von Gerstetten in Blickrichtung Brenztal.
Die Wolke, gesehen von Gerstetten in Blickrichtung Brenztal.
© Foto: Gerd Jooß

Viele weitere Fotos von der Wolke (auf mehreren Bildern deutet sich sogar eine zweite an) kursierten bereits kurze Zeit später in Heidenheimer Facebookgruppen und per Whatsapp. Von Schäden, die durch die Wolke entstanden sind, ist nichts bekannt. Die Webseite tornadoliste.de die Tornadosichtungen bzw Verdachtsfälle listet, führt die Sichtung ebenfalls auf. Dort gibt es Links auf weitere Fotos.

Unterschied zwischen Trichter-Wolken und Tornados

Für Sonntag, 4. Juli, sind auf der Webseite weitere Sichtungen von Funnel Clouds vermerkt, darunter in Niedersachen oder bei Hoffenheim.

Eine Funnel Cloud ist eine sichtbare Wolke, die in Rotation geraten ist. Im Unterschied zu einem Tornado, der ein Wind ist, ist sie per Definition kein kompletter Wirbel, sondern nur dessen sichtbaren Teil. Sie erstreckt sich meist als konus- oder nadelförmiges Wolkengebilde im Aufwindbereich einer Schauer- oder Gewitterzelle nach unten. Hier mehr zum Unterschied zwischen Trichterwolken und Tornados.