Der Bissinger Friedhelm Bühner hat in einem am 8. Juli veröffentlichen Leserbrief der SPD-Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier unterstellt, wahlkampftaktisch zu agieren. Breymaier hatte die geplanten Produktionsverlagerungen der Firma Hartmann nach Polen kritisiert. Nach Bühners Auffassung hat sich die SPD von der Arbeiterschaft abgewendet.

Absurder Vorwurf

Dagegen verwahrt sich Gaby Streicher, die Fraktionsvorsitzende der SPD im Giengener Gemeinderat. Sie bezeichnet den Vorwurf an die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur im Wahlkampf auf dem Schirm zu haben, als „absurd“. Die Vollblut-Gewerkschafterin habe in ihrem ganzen Leben immer für gute Arbeitsbedingungen und die Sicherung von Arbeitsplätzen gekämpft. „Vermutlich ist bei diesem Thema niemand glaubwürdiger als sie unter den Kandidierenden zur Bundestagswahl“. Frust auf die Politik, so Streicher, dürfe jeder haben, trotzdem sollte man fair bleiben. „Das gilt auch für Herrn Friedhelm Bühner.“