Heidenheim / Silja Kummer Der Heidenheimer Abgeordnete, der selbst eine Bundeswehr-Laufbahn vorzuweisen hat, will sich an solchen Spekulationen nicht beteiligen.

Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter (CDU) hat eine militärische Laufbahn hinter sich und ging als Oberst a.D. in die Politik. Er ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und war bis 2016 Präsident des Reservistenverbandes. Macht ihn diese fachliche Qualifikation zum geeigneten Kandidaten für das Amt des Verteidigungsministers, falls Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin nach Brüssel wechseln sollte?

Zumindest das Nachrichtenmagazin Spiegel online bringt den Namen des Heidenheimer Abgeordneten ins Spiel, wenn es um die Frage der Nachfolge geht. Kiesewetter wäre „eine Expertenlösung ohne großen Promi-Faktor“, so der Autor Philipp Wittrock. Der Vorteil wäre, dass er sich nicht erst groß in die Thematik und das Haus einarbeiten müsste. Der Nachteil: Kiesewetter ist ein Mann, die CDU könnte ihre Frauenquote von 50 Prozent unter den Ministern nicht halten. Roderich Kiesewetter mag sich zu solchen Spekulationen nicht äußern. Nun gelte es zunächst einmal, für Ministerin von der Leyen zu werben und die Hürde des Europäischen Parlaments zu nehmen, sagt Kiesewetter auf Anfrage der HZ. Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin hält er für wünschenswert, „damit die Europäische Union weiter handlungsfähig bleibt“. Vor Kiesewetter werden im Spiegel-Artikel auch prominentere Kandidaten genannt, beispielsweise Gesundheitsminister Jens Spahn und Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

Und auch die weniger bekannten CDU-Bundestagsabgeordneten Johann Wadephul und Henning Otte bringen wie Kiesewetter Sachkenntnis mit. Neuigkeiten wird es aber sicher erst geben, wenn die Wahl im EU-Parlament stattgefunden hat. Sie ist für den 16. Juli terminiert.