Grippewelle / Andreas Uitz Seit Oktober wurden im Landkreis Heidenheim schon 41 Grippe-Erkrankungen gemeldet. Das sind viermal so viele wie vor einem Jahr.

Es ist alljährlich das gleiche Spiel: In der kalten Jahreszeit häufen sich die Erkrankungen und Erkältungen. Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag. Doch gerade in dieser Zeit ist auch Vorsicht geboten. Denn es ist die Zeit der echten Grippeviren, und die sind alles andere als ungefährlich.

Ein Drittel der Patienten wurde stationär behandelt

„Die Influenzawelle hat begonnen, ein weiterer Anstieg der Erkrankungen wir erwartet“, teilt das Sozialministerium Baden Württemberg mit. Seit Beginn der Grippesaison im Oktober seien dem Landesgesundheitsamt bereits 2133 Erkrankungsfälle übermittelt worden und zwar aus allen Regionen des Landes. Knapp ein Drittel der Patienten würden stationär behandelt und bereits sechs Menschen seien in Zusammenhang mit der Influenza-Infektion gestorben, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Schon 41 Erkrankte im Kreis

Auch im Landkreis Heidenheim schlägt die Influenza in diesem Jahr besonders intensiv zu. Bis zum Donnerstag wurden hier 41 Grippefälle aktenkundig, zum Stichtag vor einem Jahr waren es lediglich zehn, das entspricht einer Vervierfachung.

Impfaktion in Pflegeheimen

Um vor allen Dingen ältere Menschen, die besonders anfällig sind, zu schützen, hat der Fachbereich Gesundheit am Landratsamt schon vor drei Jahren die Aktion „Impfen und schützen im Pflegeheim“ ins Leben gerufen. Dabei werden Pflegeheime und Hausärzte aktiv angeschrieben und aufgefordert, möglichst viele Heimbewohner zu impfen. „Wir konnten die Impfquote dadurch erhöhen und werden das auch weiterhin tun“, so die zuständige Ärztin Dr. Claudia Finkbeiner. Noch jedoch sei es zu früh um zu sagen, wie viele ältere Patienten in diesem Jahr geimpft wurden.

Influenza-Welle steht erst am Anfang

Denn die Grippewelle steht erst am Anfang. Üblicherweise erreicht die Saison ihren Höhepunkt im Februar und März. Das Sozialministerium empfiehlt, bei typischen Symptomen einer Influenza-Erkrankung unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Besonders gefährdet für eine schweren und gefährlichen Krankheitsverlauf seien Menschen mit chronischen Erkrankungen, ältere Menschen und Schwangere. Ansteckend sein können Erkrankte schon vor Beginn der Symptome und bis etwa eine Woche nach Auftreten der ersten typischen Grippe-Beschwerden.

Bereits mehrere Todesfälle. Eine Impfung lohnt sich auch jetzt noch.

Zwei Studien zeigen: Die Immunisierung bei Kindern reicht nicht aus, um die Schwächsten zu schützen. Krankenkassen fordern mehr Befugnisse.