Die Corona-Pandemie bringt das Gesundheitsamt des Landratsamtes Heidenheim an seine Grenzen – sowohl personell als auch räumlich. Durch die nach wie vor sehr hohe Zahl an Neuinfektionen braucht es dringend zusätzliches Personal, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Diese zusätzlichen Mitarbeiter wiederum benötigen einen Arbeitsplatz.

16 neue Arbeitsplätze für Corona-Kontaktverfolgung

Die kurzfristige Lösung sind Modulbauelemente, die am Freitag im Hof des Landratsamtes zwischen Haus B und Haus C aufgestellt wurden. Bereits am kommenden Montag sollen sie in Betrieb genommen werden. Insgesamt entstehen in den acht Modulen 16 Arbeitsplätze für die im Einsatz befindlichen Containment-Scouts, die Kontaktpersonen von Covid-19-Erkrankten ermitteln und nachverfolgen.

Kreis Heidenheim

Die neu geschaffenen Büroräume gewährleisten, dass ein stetiger Informationsaustausch zwischen den Scout-Teams und dem Gesundheitsamt auf kurzem Weg möglich ist. Besonders bei den Scout-Tätigkeiten, aber auch bei den Aufgaben des Quarantäne- und des Bürgertelefons hat in den vergangenen Wochen eine Verstärkung personeller Art aus unterschiedlichen Bereichen des Landratsamtes stattgefunden.

Stadt, Feuerwehr und Kreisabfallwirtschaftsbetrieb helfen aus

Auf Unterstützung kann die Landkreisverwaltung aber nicht nur aus den eigenen Reihen zählen, auch von außerhalb gehen Unterstützungsangebote ein, die sehr gerne angenommen werden. So sind seit dieser Woche Mitarbeiter der Stadt Heidenheim mit im Einsatz am Quarantänetelefon, ebenso Kräfte der Feuerwehr am Wochenende, um die über 1200 Personen in Quarantäne im Landkreis zu kontaktieren. Auch der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim unterstützt im Bereich der Scouts.

In den Containern sollen die zusätzlichen Mitarbeiter, die dem Heidenheimer Gesundheitsamt bei der Rückverfolgung von Corona-Kontakten helfen,  einen Arbeitsplatz bekommen.
In den Containern sollen die zusätzlichen Mitarbeiter, die dem Heidenheimer Gesundheitsamt bei der Rückverfolgung von Corona-Kontakten helfen, einen Arbeitsplatz bekommen.
© Foto: Rudi Penk

Das Deutsche Rote Kreuz Heidenheim (DRK) hat dem Landkreis bereits zu Beginn der Pandemie schnell und unkompliziert Fahrzeuge zur mobilen Abstrichentnahme zur Verfügung gestellt. Diese werden unter anderem durch Kräfte des DRK besetzt um die tagtägliche Vielzahl an Testungen zu ermöglichen.

Soldaten für das Gesundheitsamt Heidenheim angefordert

Ergänzend dazu hat die Landkreisverwaltung aktuell sechs Soldaten der Bundeswehr angefordert, die im Fall der Bewilligung der Hilfeleistungsanträge im Sanitäterbereich als auch bei der Kontaktpersonennachverfolgung tätig werden können.

Landrat Peter Polta ist dankbar über die Hilfe: „In diesen herausfordernden Zeiten ist eine breite und sehr zuverlässige Unterstützung besonders wertvoll. Mein Dank geht daher an alle Mitarbeitenr des Landratsamtes über die verschiedensten Bereiche hinweg, die täglich im anstrengenden Corona-Einsatz sind und dies sicherlich noch eine längere Zeit sein werden.“

Besonders danke der Landrat aber den Kollegen der Stadt Heidenheim, des Kreisabfallwirtschaftsbetriebes, des DRK und der Feuerwehr, die uns mit Erfahrungen und Rat und Tat zur Seite stehen und uns unterstützen. „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit vereinten Kräften die Herausforderungen bei der Bekämpfung der Pandemie meistern werden“, so Polta.

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