Dreimal hat’s mich diese Woche ganz schön geschaudert. In der Woche davor auch schon. Und in der davor auch. Eigentlich ist der Hochsommer ja nicht die Zeit, in der man Gänsehaut bekommt. Schon gar nicht bei den Temperaturen in letzter Zeit. Aber Sie ahnen es: Die Nackenhaare hat’s mir nicht aufgestellt, weil ich frieren würde, sondern weil ich mich gegruselt habe.

„Mystische Orte“ heißt die Serie, mit der die Kolleginnen und Kollegen der Redaktion Sie, mich und uns alle über die Sommerferien (hoffentlich) in den Bann ziehen. Bei mir funktioniert das wunderbar. Ich freue mich auf und über jede dieser ungewöhnlichen Geschichten, die unsere Heimat mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigen. Ich lerne Orte kennen, von denen ich noch nie gehört habe und über solche, die ich kenne, lerne ich Dinge, die mir ganz und gar neu sind. Im nächsten Teil, am Dienstag, geht’s einmal mehr in ein Erdloch bzw. in eine Höhle. Ich bin schon gespannt.

Ziemlich gruselig ist auch das, was Ex-FCHler Oliver Hüsing bei seinem neuen Verein in Bielefeld, dem nächsten Gegner des Schmidt-Teams, gerade widerfährt. Sich im Aufwind wähnend, ging‘s für ihn seit dem Wechsel nur bergab. Die Dinge vorausahnend war in der HZ am Mittwoch schon zu lesen, dass Hüsing womöglich binnen nur sieben Wochen bei der Arminia mehr Trainer erleben würde als in drei Jahren auf der Ostalb. Und genau so sollte es kommen. Es ist wohl doch was dran, dass das Gras auf der anderen Straßenseite oft (nur) grüner aussieht, als es tatsächlich ist. Bleibt demgegenüber dem FCH zu wünschen, dass es mit dem jüngsten Erfolgslauf so weitergeht und er den Gegner (weiter) das Fürchten lehrt.

Ganz und gar ungruselig, weil verspielt, kreativ und bunt ist hingegen das, was am Wochenende in Fleinheim passieren soll: Dort steigt das Zweitakt-Festival mit Workshops, Rave und Yoga. Dahinter stehen „Whild Stage“, ein Kollektiv an jungen Menschen im Alter zwischen 17 und 35. Ihnen geht es längst nicht nur ums Partymachen, sondern wie bei allen ihren Veranstaltungen und Aktionen steht die Verbindung von Kunst, Kreativität, Musik, Handwerk und Technik im Vordergrund. Und das alles mit kaum Budget, dafür ganz viel Eigenleistung.

Drücken wir ihnen die Daumen, dass dieses Wagnis ein Erfolg wird und eine Menge (junger) Menschen ein tolles Wochenende erleben darf. Und ein ebensolches wünsche ich auch Ihnen.