Es kann so schnell gehen: Ein Anruf, eine Whatsapp oder ein Anhang einer Email und schon ist man der Gelackmeierte. Betrüger lassen sich ständig neue Maschen einfallen – und die sind, man muss es leider sagen, oft gut.

Das zeigt auch das Beispiel des Steinheimers, über den wir diese Woche berichtet haben und der beinahe ungewollt Kunde eines neuen Stromanbieters geworden wäre. Ich dachte lange: Wer alle sieben Sinne beisammen hat, dem passiert so etwas nicht. Aber nach einem Fall in der eigenen Familie kann ich bestätigen: Nein, man durchschaut es nicht. Die auf der anderen Seite machen das perfekt.

Daher kann man nur wiederholen, was eigentlich total unschön ist, aber: Seien sie misstrauisch. Selbst wenn Ihr vermeintlich eigenes Kind ganz schnell per Whatsapp von Ihnen Geld möchte, weil sein Handy ins Wasser gefallen sei und man sich nun vom Telefon einer Freundin aus deswegen bei Ihnen meldet. Rufen Sie die echte Person lieber einmal zu viel an und fragen sie, ob das Handy wirklich ins Wasser gefallen ist, bevor Sie auch nur einen Cent rausrücken.

Einfach mal übers Stromsparen reden

Viele Cents mehr rausrücken müssen wir alle, ob wir wollen oder nicht, diesen Winter für Energie. Dabei liegt es auch an einem selbst, wie viel man spart und was der Mindestkomfort ist, den man sich leisten möchte oder kann. Ich finde es interessant, wie unterschiedlich Menschen damit umgehen. Sicher auch, weil man immer noch nicht weiß, wie teuer das Ganze wirklich wird. Wir haben darüber mit Passanten gesprochen und es fällt auf, dass fast jeder eine andere Strategie hat.

Ich finde, wir sollten alle darüber miteinander ins Gespräch kommen. Statt mit dem Wetter, könnten wir Unterhaltungen damit beginnen, was man tut, um Energie zu sparen. Man kann ja nur dazulernen. Oder schließen Sie immer alle Türen zu Räumen, die Sie heizen? Ich nicht, ehrlicherweise. Aber ich werde es nun versuchen.

B19-Sperrung: Einfach ausprobieren

Ausprobieren – das dürfte auch das Mittel der Wahl sein, wenn ab 26. September die B19 zwischen Itzelberg und Aufhausen saniert wird. Ausprobieren, ob man zu einer anderen Uhrzeit fahren kann, welche Umleitung am besten klappt und ob man mal Zug oder Rad fährt. Wenn‘s nur per Auto geht, muss man sich wohl vornehmen, geduldig zu sein. Die ersten paar Tage wird es sicher ruckeln, aber vielleicht ruckelt es sich dann auch ein. Als 2014 die B19 mitten in Heidenheim saniert wurde, war das auch so. In diesem Sinne: Gute Fahrt, schönes Wochenende.

Itzelberg/Aufhausen

Unseriöse Methoden von Stromversorgern? Wie ein Steinheimer fast in die Falle tappte

Steinheim

Landkreis Heidenheim