Fanden Sie das Wetter in dieser Woche auch so fantastisch? Hochsommer mitten im Frühling. Auf der einen Seite schön, auf der anderen haben die hohen Temperaturen dazu geführt, dass in meinem Kopf wieder ein Thema aufploppte, das sich zuletzt wegen steigender Preise, Ukraine-Krieg und der Post-Corona-Rückkehr zur Normalität eher in einer geschlossenen Schublade des Gehirns befunden hatte: die Klimakrise.

Sie war da und ist da – egal was sonst noch Fürchterliches oder Erfreuliches auf dem Erdball im Allgemeinen oder bei uns vor der Haustür im Speziellen geschieht.

Einer der wichtigsten Treiber der Klimakrise ist der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid. Die zentrale Folge des Wandels: die Erwärmung des Planeten. Dürren, Überflutungen, das Auftauen von Permafrostböden und mehr sind die Folgen.

Weil diese Krise global ist und das nunmal unsere Region einschließt, geht sie auch die Menschen von Sontheim bis Steinheim und Dischingen und dazwischen an.

Klar: Für den Großteil des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid sind Länder wie China und die USA verantwortlich sowie die Kohlekraftwerke und die Schwerindustrie.

Fein raus ist damit aber auch hier keiner, denn jeder kann einen Beitrag dazu leisten, dass weniger schädliche Stoffe verbrannt werden. Beispielsweise beim Autofahren.

Wie wär’s also, überall da, wo es möglich ist, öfter mal den Karren stehen zu lassen und mit Rad, Bus oder Zug Strecken zurückzulegen? Ich beispielsweise bin vor gut einem Jahr beim Arbeitsweg vom Auto auf den Zug umgestiegen. Fazit: Es ist deutlich entspannter und dank Job-Ticket günstiger, dauert dafür ein klein wenig länger, wegen des Fußwegs zum Bahnhof.

Eine gute Gelegenheit, sich Zug und Bus zu öffnen und diese Fortbewegungsmittel einem Crashtest zu unterziehen, bieten die kommenden drei Monate, in denen der Staat Tickets für jeweils neun Euro auf den Markt wirft.

Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann ab März speziell vor der eigenen Haustür von guten Preisen im Nahverkehr profitieren, weil die Landkreisverwaltung lobenswerterweise jetzt beschlossen hat, Fahrscheine günstiger anzubieten. Die Strecke Giengen – Heidenheim gibt’ s dann für 40 Euro im Monat, den Zuschuss vom Arbeitgeber nicht eingerechnet. Allein das Benzin ist da deutlich teurer, von einem Stellplatz mal ganz abgesehen. Ich finde, das sind ziemlich gute Aussichten. Für mich, die Umwelt und das Klima. Aber zunächst mal: schönes Wochenende.