Haben Sie das gesehen? Als Eliud Kipchoge am Sonntag durch Berlin sprintete – wohlgemerkt über die marathon-Distanz? Der Kenianer unterbot den von ihm aufgestellten Rekord über die gut 42 Kilometer und kam nach 2 Stunden und etwas über einer Minute ins Ziel. Unfassbar schnell. Versuchen Sie mal, die Distanz mit dem Fahrrad in der Zeit zurückzulegen. Ohne fit zu sein und ohne E-Bike werden Sie das nicht schaffen.

Apropos fit: das sind offensichtlich einige Menschen aus dem Landkreis, die ebenfalls durchs Brandenburger Tor liefen, um kurz danach den Berlin-Marathon zu vollenden.

Eine noch größere Anzahl an Läuferinnen und Läufer aus Heidenheim und der Umgebung waren am selben Tag in Sportklamotten in und um Ulm herum unterwegs, um Strecken zwischen 5 und 42,195 Kilometer unter die Füße zu nehmen.

Nächste Woche steht am Sonntag dann der Anstatt-Lauf in Giengen an, wo sicher auch ambitionierte Hobbyläufer an den Start gehen werden, womöglich auf der Jagd nach Bestzeiten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es Spaß machen kann, sich im Wettkampf läuferisch mit der Zeitnahme zu messen.

Viel wichtiger, als schnell zu laufen ist allerdings, überhaupt in Bewegung zu kommen. Ob Joggen, schnelles Gehen mit Stöcken in der Hand oder bloßes, entspanntes Spazierengehen: All das ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch fürs Gemüt.

In Zeiten, in denen im Highspeed-Tempo Neuigkeiten auf einen einprasseln über Krieg, teure Energie, Inflation und mehr kann Bewegung an der frischen Luft helfen, die Gedanken zu ordnen und eine andere Sicht auf Alltagsprobleme oder berufliche Herausforderungen zu bekommen – auch bei uns mit der zu dieser Jahreszeit gerne mal vernebelten Landschaft.

Spaziergänge zu den mystischen Orten, über die wir im Sommer berichtet und nun einen Jahreskalender 2023 erstellt haben (gibt’s im Pressehaus) etwa bieten sich an, um auf andere Gedanken zu kommen.

An schönen Wegen und Strecken mangelt es im Landkreis Heidenheim generell nicht – der Albschäferweg sei nur alS ein Beispiel erwähnt.

Mein Favorit im Herbst: beim Sapzierengehen eine schöne Kastanie aufsammeln und in die Hosentasche stecken. Wenn die durch die Finger gleitet, ist das auch nach dem Ausflug noch ein Stress-Killer.

In diesem Sinne: Schönes (langes) Wochenende in Bewegung.