So, das war sie. Die erste richtige, echte Woche im neuen Jahr. Ohne Feiertag, Ferien, Resturlaub. Ab jetzt ist’s also ernst und plötzlich sind all die Dinge, die man letztes Jahr noch in den Januar geschoben hat, ganz oben in der Aufgabenliste. Einerseits schön, dass es frisch losgeht. Andererseits ist doch alles auch ungewiss: Was bringt dieses Jahr an Herausforderungen, schafft man das? Plötzlich kommen einem die eigenen Vorsätze wieder in den Sinn. Sind die schon hinfällig?

Unabhängig davon, wie es bei mir mit Vorhaben aussieht, habe ich diese Woche mit großer Freude die weiteren Teile unserer Serie zum Thema gute Vorsätze gelesen. Denn selbst, wenn das darin angesprochene Laster nicht das eigene ist, so finden sich doch immer gedankliche Ansätze, die man auch für andere Situationen gut anwenden kann. Ich fand das bereichernd.

Beim Thema Mehrweg auch selbst mitdenken

Interessant fand ich zudem, wie Heidenheimer Gastronomen bisher mit dem Thema Mehrweg umgehen. Und darin tauchte ein Satz auf, den ich mir versuchen werde, zu merken. Nämlich, dass auch Verbraucher umdenken müssen. Sprich: Wenn ich mir öfter in der Mittagspause etwas von einem Imbiss oder einer heißen Theke hole, dass ich mir vielleicht ein dafür geeignetes Gefäß im Büro platziere, das ich dann immer wieder verwende, statt mir ständig neue Aluschalen mitgeben zu lassen.

Klar – hätte man auch vorher schon darauf kommen können. Aber der Mensch braucht eben manchmal einen Schubs. Ich hoffe, ich krieg‘s hin.

Eine Frage des Respekts vor den Mitarbeitern der Gießerei

Anders sieht es aus mit den Dingen, die man selbst nicht in der Hand hat, wo man Spielball anderer ist. So wurden es die 31 Mitarbeiter der Königsbronner Alugießerei. Man stelle sich nur einen Moment lang vor, die eigene berufliche Laufbahn bei einem Unternehmen, bei dem man eventuell schon jahrelang arbeitet, würde an einem 22. Dezember, zwei Tage vor Weihnachten, so enden. Ich finde so ein Vorgehen völlig inakzeptabel. Egal, welche unternehmerische Strategie dahinter auch stehen mag - es gibt bessere Möglichkeiten, so etwas zu organisieren und den Betroffenen zu kommunizieren. Das ist eine Frage des Respekts.

Ich kenne keinen der Betroffenen persönlich. Ich hoffe aber, dass sie den Vorsatz gefasst haben, erhobenen Hauptes mit diesem Ex-Arbeitgeber abzuschließen, nach vorne schauen und zuversichtlich und voller Selbstvertrauen schnell eine gute, neue Stelle finden. Ich wünsche mir das für jeden und jede von ihnen. Und uns allen ein schönes Wochenende.

Königsbronn

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Heidenheim